Der Film

Als Kauf-DVD im Handel erhältlich. O-Ton italienisch, Untertitel deutsch.

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Re: Der Film

Beitragvon mingi17 » 3. Jun 2011 21:29

Italiens „Heimat“
Marco Tullio Giordanas vielfach preisgekrönte Fernsehproduktion "La meglio gioventu"

02. Juni 2004

Ein mehr als sechsstündiges Epos, das vierzig Jahre italienischer Geschichte in Form einer Familienchronik nachzeichnet - das klingt nicht gerade nach einem Publikumsrenner. Und doch hat sich "La meglio gioventu" (Die beste Jugend) von Marco Tullio Giordana mit Beharrlichkeit zu einem Kultfilm entwickelt, einem Schlüsselwerk mit Fangemeinde, Mammutvorführungen in Programmkinos und einer Sturzflut von Preisen (Nebenreihe "Un certain regard" in Cannes 2003, Silberne Bänder der italienischen Filmwirtschaft 2004, Europäischer Filmpreis) - völlig außergewöhnlich für eine Fernsehproduktion, die in Italien jüngst zur besten Sendezeit ausgestrahlt wurde.

Marco Tullio Giordana - Jahrgang 1950, lange in der Linken politisch aktiv und Verehrer Pasolinis, dessen Ermordung er einen Film gewidmet hat und dessen Tagebuch er den Titel "La meglio gioventu" entlehnte - hat nichts Geringeres versucht, als die eigene Biographie in der Gestalt eines Kolossalgemäldes zu inszenieren. Das Unterfangen wirkt um so gewagter, als gerade die Generation des italienischen Wirtschaftswunders mit den linksradikalen Versuchungen der siebziger Jahre, dem wachsenden Wohlstand und dem schließlich resignierten Einordnen in die Berlusconi-Kultur scheinbar so wenig Heldenhaftes zu bieten hat. Aus dieser vermeintlichen Not hat der Autor eine Tugend gemacht. Er erzählt ohne Hast die Geschichte der ganz normalen römischen Familie Carati, deren Harmonie von den geschichtlichen Entwicklungen gründlich zermahlen wird.
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Im Blickpunkt stehen die Brüder Matteo und Nicola, der erste verschlossen und rigide, der jüngere versöhnlich, kommunikativ. Als Matteo die depressive Patientin Giorgia aus der Psychiatrie entführt, entwickelt sich die Sommerreise der drei Jugendlichen 1966 zum biografischen Scheideweg. Giorgia wird wieder verhaftet und eingesperrt, worauf der erschütterte Nicola sich zum Psychiater ausbilden läßt. Matteo jedoch igelt sich ein, geht als harter Hund zu Militär und Spezialpolizei und bricht die Kontakte zu Eltern, Bruder und den zwei Schwestern weitgehend ab. Als Nicola sich dann bei den Hilfsarbeiten der Florentiner Flutkatastrophe noch in die bürgerliche Pianistin Giulia verliebt, die immer tiefer in den Sumpf der Roten Brigaden gezogen wird, sind die Ingredienzien für eine Tragödie griechischen Ausmaßes beisammen.

Giordana, der hier fürs Staatsfernsehen Rai arbeitete, bedient sich der Stilmittel des Melodrams, das mit sonnigen Panoramablicken über die Metropolen Italiens, mit Sentimentalität, Liebe und Unwahrscheinlichkeit eigentlich die Bedürfnisse des italienischen Publikums nach heiler Welt bedienen müßte. Nur kehrt dieser Film die Moral der Gattung um: Schicksalhafte Begegnungen, Familienstorys und die langsamen, von sägender Musik untermalten Einstellungen ziehen die Zuschauer mitten in die Zerrissenheit und Unheilbarkeit der italienischen Gesellschaft jener Jahre. Während Giulia - großartig in gehemmter Körpersprache und Einsamkeit: Sonia Bergamasco - tatsächlich in den blutroten Untergrund abtaucht, hat ihr eigener Schwager sie im Polizeirevier auf dem Steckbrief. Und als Carlo, der Ehemann der jüngsten Carati-Schwester, als ambitionierter Staatsbanker irgendwann auf der Todesliste der Brigaden landet, ist es Giulia, die die Familie warnt.

Immer ist im Hintergrund die Verlockung gegenwärtig, dieses Land im Umbruch zu verlassen. Nicolas sarkastischer Professor empfiehlt ihm genau das. Doch Carlo, der bei einer New Yorker Bank Geld scheffeln könnte und in Rom nur noch mit Eskorte vor die Tür gehen kann, verkörpert mit Baby auf dem Arm und leiser Stimme die wahre Tugend: "Wenn wir uns einschüchtern lassen, dann haben die Terroristen gewonnen." Ausgerechnet der durchtrainierte Macho-Polizist Matteo (wie ein unerreichbar schöner Krieger: Alessio Boni), der mit seinem Gerechtigkeitswahn immer mal zu Exzessen neigt und sich auch von der Affäre mit der leidenschaftlichen Mirella nicht aus der Isolation reißen läßt, bringt diese Kraft nicht auf. Zu Neujahr grüßt er trocken das Fernsehgerät und setzt mit einer eleganten Flanke über den Balkon.

Während der Bruder nicht vorm Suizid zu retten war und die geliebte Frau von ihm selbst an die Polizei verraten werden mußte, entwickelt sich der heitere Schmerzensmann Nicola (Luigi LoCascio) zum beinahe allzu perfekten Sympathieträger: Er zieht allein die Tochter Sara groß, bleibt unempfänglich gegen die Verlockungen des Wohlstands und gibt als Adept von Basaglias Antipsychiatrie all seine Kraft den Patienten, die er aus Fesseln und Elektroschocks der herkömmlichen Irrenhäuser erlöst. Natürlich trifft er dabei die vollkommen vernichtete Giorgia wieder, der er einst nicht helfen konnte und die er nun behutsam wieder auf die Beine bringt. Natürlich spürt er lange nach dem Selbstmord des Bruders zufällig dessen Geliebte Mirella wieder auf, die natürlich einen Sohn von Matteo hat, den sie auf dem abgelegenen Stromboli aufzieht.

Die Anspielung auf Rossellinis pathetisches Wahrheitskino ist offensichtlich, und so erfleht man als Zuschauer förmlich die Schlußwendung, mit der sich 2003 - knapp vierzig Jahre nach Beginn der Handlung - alle Kreise schließen: Die herangewachsene Sara verzeiht ihrer inzwischen freigelassenen Terroristenmutter, Nicola und Mirella finden im Schatten des Bruders zueinander. Es gibt - anders als im wirklichen Italien - wieder intakte Familien mit Kindern, und die beste Jugend könnte von vorne losgehen - wäre da nicht die bittere Erinnerung an verlorene Menschen, verlorene Illusionen und verlorene Jahre.

Eine Zusammenfassung dieses ungeheuer komplexen und behutsam entfalteten Epos betont jedoch nur die Kitschelemente, mit denen der Regisseur sich ganz bewußt in der Tradition eines sozialistischen Breitwandkinos wie Bertoluccis "Neunzehnhundert" bewegt. Es fließen unweigerlich viele Tränen bei und um die Caratis, aber das ist nicht das Schlechteste. Denn hinter dem sentimentalen Gerüst der Familien- und Freundesbande taucht immer wieder die italienische Horrorgeschichte dieser Jahre in subtilen Einblendungen auf.

Kein Einzelschicksal - und da merkt man Giordanas Verehrung für das politische Kino von Pasolini und Rosi - ist losgelöst vom Kollektiv. Die Flut von Florenz und die resultierende Welle von Solidarität; die Entführung von Aldo Moro; die palermitaner Mafiamorde an Richter Falcone; die Mailänder Bestechungsskandale der "mani pulite" - all das determiniert unmerklich die lange Jugend der Protagonisten. Am deutlichsten geschieht das beim deutsch-italienischen Endspiel der Fußballweltmeisterschaft 1982. Die Terroristin Giulia will im Turiner Naturkundemuseum ihre Tochter noch einmal von ferne sehen, und dieweil sich die Wärter beim Abpfiff jubelnd in die Arme fallen, strebt Giulia mit maskenhaften Zügen zwischen Vitrinen voller ausgestopfter Tiere dem Ausgang - ihrem Untergang - entgegen.

Während die herkömmlichen Pfeiler der italienischen Kultur - Familie, Glaube, Gruppenverband - unter solchen Belastungen merklich zerbröckeln, ergreift "La meglio gioventu" trotzig Partei für die kleinen Siege der Brüderlichkeit. Nicolas Antipsychiatrie, die er vor Gericht gegen folternde Ärzte und im Klinikgarten mit spielenden Kinderpatienten ausübt, erweist sich da als sehr viel nachhaltiger denn die hohlen Parolen der Radikalen. Man konnte, das will Giordana sagen, in diesen bleiernen Jahren sehr wohl die Welt verändern und ein guter Mensch bleiben. Und doch muß Nicola für seine Werte einen unmenschlich hohen Preis zahlen: Weil er immer für die Freiheit optiert und den Patienten die Gitter öffnet, stellt er sich auch Frau und Bruder nicht nachdrücklich genug in den Weg, als sie sich für Tod oder Terror entscheiden.

Der ungemein aufwendige Film, der trotz seines Formates hoffentlich bald für das deutsche Publikum zugänglich gemacht wird, endet heute. Und er endet mit der typisch italienischen Utopie des harmonischen Sippenfestes: Carlo, der ökonomisch erfolgreiche Jugendfreund, lädt in sein toskanisches Landgut bei Siena, wo die idealistische Jugend von einst sich nun auf die Rente vorbereiten kann. Nach sechs Stunden hat Giordana sein Publikum da längst so fest am Wickel, daß er den toten Matteo als gütiges Gespenst die Beziehung seines Bruder und der Mutter seines Kindes absegnen lassen kann - ein Augenzwinkern des Melodramatikers.

"Die Gegenwart ist fast unlesbar geworden", hat Giordana pessimistisch festgestellt, "die italienische Realität ist zu komplex." Er hat sich selbst widerlegt. Denn mit "La meglio gioventu" läßt sich noch einmal das Schicksal dieser Generation der großen Worte und der kleinen Taten begreifen.

http://www.faz.net/artikel/C30964/itali ... 20938.html
Dieser Artikel ist nicht neu, ich bin zufällig darüber gestolpert, aber ich finde ihn gut.
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Re: Der Film

Beitragvon gaby » 4. Jun 2011 07:22

hallo ,Birgit,heute am ITALIA-FILM-ITALIA geht schon wieder La meglio gioventú,jetz frueh
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Re: Der Film

Beitragvon mingi17 » 4. Jun 2011 07:33

Danke Gaby, schade nur, dass wir das nicht sehen können. Aber Gott sei Dank hab ich die DVD.
Liebe Grüße
Birgit
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Re: Der Film

Beitragvon gaby » 2. Sep 2011 07:43

..Morti scioccanti, un classico del cinema
..Scritto da RR - Yahoo! Italia
..PostSito WebE-mail..Scritto da RR - Yahoo! Italia | Multisala – mar 30 ago 2011 17:01 CEST
....tweet0Email.....

American Beauty

Spesso e volentieri nei film d'azione, così come negli horror o nei polizieschi hollywoodiani le morti violente di protagonisti o attori secondari abbondano, diventando parte integrante della trama di molte pellicole. Nella lunga storia del cinema gli esempi non si contano e negli ultimi tempi così come in passato lungometraggi e telefilm, con le loro scene sconvolgenti hanno tenuto col fiato sospeso gli spettatori di tutto il mondo. Qualche titolo? Ripercorrendo con la memoria lungometraggi e sequenze viene subito in mente il favoloso, e sottovalutato, Kevin Spacey che in "L. A. Confidential" viene "freddato" da un colpo di pistola in mezzo al petto nella sua cucina, proprio come accade nel finale di "American Beauty", amarissima black comedy diretta da Sam Mendez e da lui magistralmente interpretata nel ruolo di protagonista assieme ad Annette Benning.



Sempre in tema di morti atroci e improvvise vengono in mente quando in "Deep Blue sea" Samuel Jackson, viene divorato da uno squalo geneticamente modificato e la morte del Capitano Kirk travolto da un ponte in "Star Trek Generation" episodio della celeberrima saga fantascientifica realizzato nel 1994 . Fra le tante scene impressionanti passate alla storia, andando molto indietro nel tempo, non si può non citare la leggendaria scena di "Psycho" capolavoro di Alfred Hitchock in cui Janet Leigh viene accoltellata sotto la doccia dal maniacale Norman Bates interpretato da un memorabile Anthony Perkins. Rimanendo nei classici del cinema come dimenticare "Il Padrino" di Francis Ford Coppola, Sonny Corleone, magistralmente interpretato da James Caan, viene crivellato di colpi.



Alien

Davvero terrificante, e nel suo genere splendido, è il film "Alien" di Ridley Scott, ricco di sequenze raccapriccianti, una di queste è quando la tremenda creatura fuoriesce dal torace di John Hurt lasciandolo in una pozza di sangue. Sconvolgente è anche "Easy Rider" film-manifesto dell'era hippy del 1969 che oltre all'indimenticabile colonna sonora, è diventato famoso anche per l'amarissima sequenza in cui i due vagabondi, Billy, nella parte Dennis Hopper, regista della pellicola e Wyatt, Peter Fonda, vengono trucidati a sangue freddo mentre scorazzano a bordo delle loro fiammanti Harley Davidson.

Da ricordare anche la scena spaventosa in "Seven" di David Fincher in cui Kevin Spacey fa una "sorpresa" a Brad Pitt consegnandogli in una scatola la testa della moglie, interpretata dalla bellissima Gwyneth Paltrow. Ma nell'elenco di morti violente non ci sono solo film americani però. Basta pensare a "Dalla Cina con furore" del 1972, in cui Bruce Lee , protagonista del film girato un anno prima della sua tragica e misteriosa scomparsa, trafigge con una lunga spada da samurai un suo rivale, oppure il suicidio di Marlon Brando nel contestato "Ultimo tango a Parigi" di Bernardo Bertolucci, o, infine, quando Alessio Boni si butta dalla finestra ne "La meglio gioventù" del bravissimo Marco Tullio Giordana, monumentale affresco generazionale interpretato fra gli altri attori da Luigi Lo Cascio.

Roberto Zadik

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Re: Der Film

Beitragvon mingi17 » 5. Apr 2014 22:08

In Rai Education:
Su Rai Storia verrà riproposta " LA MEGLIO GIOVENTU' " CON ‪#‎ALESSIOBONI‬ Luigi Lo Cascio Fabrizio Gifuni Adriana Asti, Sonia Bergamasco, MAYA SANSA'S OFFICIAL PAGE, Valentina Carnelutti, Jasmine Trinca.
Punt. 1 - 20/04 (Repl. 26/04)
Punt. 2 - 27/04 (Repl. 03/05)
Punt. 3 - 04/05 (Repl. 10/05)
Punt. 4 - 06/05 (Repl. 17/05)...


DOM. h 00.45 e replica il SAB. succ. h 14.00 /jeweils Sonntag 00:45, Wiederholung am folgenden Samstag um 14 Ugr
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Rewind - la Fiction, la Storia, le Storie, La meglio gioventù
Anno di messa in onda: 2003 (Rai Uno) Regia: Marco Tullio Giordana Soggetto e sceneggiatura: Sandro Petraglia e Stefano Rulli Con: Luigi Lo Cascio, Alessio Boni, Adriana Asti, Sonia Bergamasco, Fabrizio...
rewind.rai.it
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Re: Der Film

Beitragvon gaby » 19. Aug 2014 20:29

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Re: Der Film

Beitragvon gaby » 18. Sep 2014 19:24

IL SEGRETO DELLA MEGLIO GIOVENTÙ

IL SEGRETO DELLA MEGLIO GIOVENTÙ
Scritto 3 giorni fa
la meglio gioventu

Trecentosessanta minuti suddivisi in due atti che, se ne hai la possibilità, li guardi tutti d’un fiato senza accorgertene. L’amore del pubblico che, dopo oltre un decennio, non tende minimamente a scemare. Qual è il segreto in cui risiede l’incredibile successo de La meglio gioventù?
Molti hanno pensato che il grande merito del film di Marco Tullio Giordana sia quello di saper raccontare, attraverso le vicende di una famiglia, quarant’anni di storia d’Italia, formula vincente già sperimentata da Bernardo Bertolucci in Novecento. Altri sostengono che dalla sagace penna di Rulli e Petraglia siano usciti fuori talmente tanti personaggi diversi e sfaccettati, che ogni spettatore riesce per forza di cose a identificarsi e immedesimarsi in uno di loro.
Io sono convinto, invece, che il segreto di questo successo sia in quel formidabile gruppo di attori assemblato da Giordana, che è riuscito ad oltrepassare una linea magica che divide la finzione dalla realtà. Quando li vedi tutti insieme nella scena che precede il tragico capodanno, festanti intorno a un tavolo, ti sei dimenticato che stai guardando un film. Quel triangolo d’amore casto tra Nicola, Matteo e Giorgia è di una delicatezza vera e disarmante. Il fallimento di Giulia, che imbocca la strada sbagliata e poi sfiorisce anno dopo anno, è quello di miriadi di esseri umani. Mamma Adriana (la straordinaria Asti) che dopo la morte di Matteo sfoga tutto il suo dolore contro i libri, è reale come la più straziante delle tragedie.
La meglio gioventù è semplicemente il bellissimo risultato della simbiosi di un cast composto quasi interamente da promettenti attori: Lo Cascio, Boni, Trinca, Bergamasco, Gifuni, Sansa, Carnelutti, Gioè, Vitale. Che oggi, non a caso, sono ancora tutti sulla cresta dell’onda.
http://www.cinescatenato.it/segreto-gioventu/
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Re: Der Film

Beitragvon gaby » 18. Jul 2015 15:11

La meglio gioventù: quarant’anni d’Italia
Probabilmente mai nessuno è riuscito a raccontare quarant’anni di storia italiana in modo così magistrale quanto Marco Tullio Giordana nel suo La meglio gioventù. Un Italia dolorosa, immobile ma al contempo in continuo cambiamento, in costante lotta contro se stessa, raccontata attraverso gli occhi di una grande famiglia.



Difficile immaginare cosa uno straniero possa pensare nel guardare i due atti de “La meglio gioventù”. Probabilmente che gli italiani sono sempre un po’ pittoreschi. Eppure guardarlo da italiani è come guardare allo specchio non solo se stessi, ma anche gli anni e le generazioni precedenti, che inevitabilmente hanno finito con il forgiare la nostra identità e il sistema di valori e pensieri che ci appartiene. Giordana, attraverso interpreti magistrali come Luigi Lo Cascio, Alessio Boni e Fabrizio Gifuni, racconta la spensieratezza dei ventenni degli anni Sessanta, l’alluvione di Firenze, il Sessantotto, la lotta di Franco Basaglia, la mafia, gli anni di piombo e tutto ciò che ne consegue, mentre i personaggi crescono e vengono influenzati, a volte di più, a volte di meno, dalle vicende politiche e storiche. L’Italia è raccontata attraverso gli occhi di una tipica famiglia italiana, reale, complessa, a tratti commovente, e sono spesso i legami tra i personaggi a svelare qualcosa di più, a far emergere un sotto testo che propone nuove, controverse letture.


LO STUDENTE E IL POLIZIOTTO

I due fratelli Carati rappresentano l’asse su cui si sviluppa “La meglio gioventù”. Nicola (interpretato da Luigi Lo Cascio) e Matteo (Alessio Boni) non potrebbero essere più diversi: estroverso e attivo il primo, riservato e turbolento il secondo. Lo scontro tra due personalità complementari è acuito dal passare degli anni e dalle scelte di vita compiute dai due: Nicola è impegnato politicamente e fa parte degli studenti protagonisti del Sessantotto, lottando a Torino assieme alla propria fidanzata, Giulia; Matteo, al contrario, abbandonata l’università nonostante la propria mente brillante, sostiene la leva obbligatoria e in seguito decide di entrare a far parte del corpo di polizia. L’antitesi tra i due fratelli diventa quasi un’antitesi pasoliniana, una lotta che non può essere rappresentata dai semplici bianco e nero, ma che ha bisogno di sfumature e gradazioni. Una lotta che li porta addirittura sullo stesso terreno, durante gli scontri di Torino, e che sembra contrappporli sin dal primo incontro, uno con barba e camicia a quadri, l’altro con la divisa dell’esercito, a Firenze, entrambi con l’obiettivo di rendersi utili dopo l’alluvione, allontanati dalle strade diverse ormai intraprese eppure vicini come fratelli.


-IL PROLETARIO E L’ECONOMISTA

“La meglio gioventù” non sceglie una prospettiva fissa dalla quale analizzare la storia. I fatti non sono narrati solo dal punto di vista della giovane borghesia italiana e nemmeno esclusivamente da quello del proletariato. Personaggi eterogenei si mischiano e tra questi ci sono in particolare Carlo, brillante laureato in economia che viene assunto alla Banca d’Italia ed entra nel mirino delle Brigate Rosse, e Vitale, operaio della Fiat. Quando, al matrimonio di Carlo e Francesca (sorella di Nicola), Vitale confessa di essere stato messo in cassa integrazione, lo scontro tra due mondi è inevitabile: Carlo capisce i motivi del fatto ma non è in grado di evitarli, Vitale ne è vittima innocente e Nicola, ormai psichiatra affermato, protesta ma non è realmente in grado di trovare una soluzione. Allo stesso tavolo, all’interno dello stesso legame di amicizia, la situazione proletaria e quella borghese dell’economista Carlo si scontrano, parti e visioni alterne dello stesso problema, inconciliabili, facce della stessa medaglia ma con destini molto diversi. Sullo sfondo, la Fiat ancora forte e padrona incontrastata della Torino industriale, che si avvicina ai primi segnali di cedimento, un buio presagio di ciò che seguirà.
I DUE VOLTI DELLA POLITICA

C’è poi il legame di una coppia che parte lottando dalla stessa parte e si divide con il passare del tempo. Nicola e Giulia partecipano al Sessantotto torinese, vivono sulla loro pelle occupazioni, cariche della polizia e fughe dai blindati. Arrivano a trarne, però, conclusioni diverse su base teorica e pratica. Giulia si sente sempre più furiosa e impotente, arriva a prendere parte alla lotta armata delle Brigate Rosse e finisce in prigione per questo. Nicola sembra spostare i propri principi politici dall’attivismo vero e proprio al lavoro, sposando la causa di Franco Basaglia, illustre psichiatra e neurologo fondamentale per il rinnovamento degli istituti psichiatrici italiani. Il divario tra i due sembra sempre più ampio, al punto che Giulia fugge di casa, abbandonando il compagno e la figlia ancora piccola. Anche in questo caso si tratta di due visioni che si scontrano, due visioni che nascono da un punto comune ma poi finiscono con il divergere. Gli anni di piombo sono vissuti sia pubblicamente, tra attentati e scontri, sia privatamente, dal punto di vista di una famiglia lacerata da essi e dalle loro conseguenze.
Lei ha una qualche ambizione? Allora vada via. Se ne vada dall’Italia. Lasci l’Italia finchè è in tempo. [...] Vada a studiare a Londra, a Parigi, vada in America se ne ha la possibilità, ma lasci questo Paese. L’Italia è un Paese da distruggere, un posto bello e inutile, destinato a morire.”
“Cioè secondo lei tra poco ci sarà un Apocalisse?”
“E magari ci fosse. Almeno saremmo tutti costretti a ricostruire. Invece qui rimane tutto immobile, uguale, in mano ai dinosauri. Dia retta, vada via.”
Sono le parole di un professore, durante la prima parte del film. Ed è questo che viene raccontato, nonostante i notevoli sconvolgimenti raccontati nel corso della pellicola: quell’Italia che in qualche modo cambia ma sempre uguale a se stessa, bellissima eppure incapace di imparare e di crescere. - See more at: http://retroonline.it/18/07/2015/our-mo ... VAX5a.dpuf
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Re: Der Film

Beitragvon mingi17 » 14. Jul 2016 20:43

"L'Italia è un Paese da distruggere: un posto bello e inutile, destinato a morire"

È online LA MEGLIO GIOVENTÙ - PRIMA PARTE di Marco Tullio Giordana con Luigi Lo Cascio, Alessio Boni, Fabrizio Gifuni, Jasmine Trinca, Claudio Gioè
Buona visione ↓

http://www.rai.tv/…/ContentItem-24d8965a-11b8-4ed0-bd06-9d8…

Teil 1 jetzt online bei RAI Video
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