Aktuelle Fernsehtips

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Aktuelle Fernsehtips

Beitragvon mingi17 » 18. Feb 2011 13:50

Im BR (Bayerischen Fernsehen) läuft am Montag um 22:30 Uhr zur Zeit eine Serie über Roms Geschichte, man sieht aber auch viel vom heutigen Rom.
Händeringen hält einen nur davon ab, die Ärmel aufzukrempeln.
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Re: Aktuelle Fernsehtips

Beitragvon mingi17 » 4. Mär 2011 11:48

Donnerstag, 17. und Freitag 18.3. jeweils um 20:15 Uhr in ARTE: Die Fahne der Freiheit, Spannender Zweiteiler über die Geschichte Italiens im 19. Jahrhundert mit Luigi Lo Cascio!!!
Händeringen hält einen nur davon ab, die Ärmel aufzukrempeln.
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Re: Aktuelle Fernsehtips

Beitragvon Daisy » 5. Mär 2011 12:42

Hallo Mingi,

Danke für den Tipp, hätte ich sonst glatt übersehen!

Dafür hätte ich auch einen:
am 20.03. kommt ein Tatort mit Maria Furtwängler und: Benjamin Sadler! :D

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Re: Aktuelle Fernsehtips

Beitragvon Kaja38 » 5. Mär 2011 17:31

Hallo,

ich hab gefunden :

am 24. März um 0:20Uhr SF1 ; Die besten Jahre; Teil1 und nächsten Teil2 am 31.03 mit Alessio Boni und Luigi Lo Cascio...


Gruss Kaja
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Re: Aktuelle Fernsehtips

Beitragvon mingi17 » 17. Mär 2011 20:45

Italienische Befreiungsbewegung im Film
Garibaldi erscheint nur als Gespenst
Mit dem Historienfilm „Die Fahne der Freiheit“ versucht Arte mit packenden Bildern zu leisten, was Historiker auch nach anderthalb Jahrhunderten schwer auf einen Nenner bringen können: Wie es zu Italiens nationaler Einheit kam.

Von Dirk Schümer
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Orsini (Luca Barbareschi, re.) und Angelo (Valerio Binasco, li.) sind sich einig: Die Liebe zur Wahrheit soll das Volk und ganz Italien vereinen.Orsini (Luca Barbareschi, re.) und Angelo (Valerio Binasco, li.) sind sich einig: Die Liebe zur Wahrheit soll das Volk und ganz Italien vereinen.

17. März 2011 2011-03-17 16:56:13

Kann man nach Viscontis „Der Leopard“ überhaupt noch wagen, einen Film über das Epos der italienischen Einigung zu drehen? Angesichts der Qualität des Jahrhundertwerks mit Burt Lancaster, Alain Delon und Claudia Cardinale muss es jeder Regisseur, jeder Schauspieler mit der Angst zu tun bekommen. Doch weil sich diese Woche das Datum der offiziellen Staatsgründung 1861 nun einmal zum 150. Mal jährt, kam die halbstaatliche Rai nicht umhin, einen neuen Anlauf zu unternehmen, das verwickelte Geschehen um Garibaldis Freischärler, um die piemontesischen Einigungskriege und den mörderischen Widerstand des Papst-Alleinherrschers darzustellen. Kann ein Film - auch dieser in epischer Länge von zweimal neunzig Minuten - mit packenden Bildern leisten, was Historiker auch nach anderthalb Jahrhunderten schwer auf einen Nenner zu bringen vermögen?
Garibaldi gegen den Kirchenstaat

Der neapolitanische Regisseur Mario Martone, der mit Giancarlo de Cataldo auch fürs Drehbuch verantwortlich zeichnet, hat sich weidlich bemüht, einen originellen Ansatz jenseits der abgenudelten Triumph- und Heldengeschichten zu finden. Ohnehin hält sich die Festlaune im Reich des Operettenpremiers Berlusconi in Grenzen. Als hätte Martone das geahnt, zeichnet er ein melancholisches, ja düsteres Bild der nationalen Heiligengeschichte. Drei junge Männer aus der abgelegenen süditalienischen Landschaft Cilento werden in den Strudel der Verschwörungen und Kriege zwischen 1828 und 1862 gerissen. Der Bauernsohn Salvatore betätigt sich in Turin als Kurier für die demokratischen Attentäter der Bewegung „Giovine Italia“ - und wird später von seinem wohlhabenden Mitstreiter Angelo als vermeintlicher Verräter erstochen.
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Der mittlerweile gealterte Domenico (Luigi Lo Cascio) ist auf dem Weg zu Don Carmino, dem Pfarrer.
© © Franco Bellomo
Der mittlerweile gealterte Domenico (Luigi Lo Cascio) ist auf dem Weg zu Don Carmino, dem Pfarrer.

Domenico, der Dritte im Bunde, hingegen landet im Kerker der neapolitanischen Bourbonen; sein Bruder Angelo gerät in London in Terrorkreise der Patrioten um den sozialistischen Philosophen Mazzini und beteiligt sich an einem Bombenattentat auf Frankreichs Kaiser Napoleon III. Nachdem dafür auch Angelo unter der Guillotine sein Leben gelassen hat, zieht der immer noch nicht verbitterte Domenico in den Feldzug Garibaldis gegen den Kirchenstaat.
Schattenriss am Aspromonte

Die blutige Niederschlagung dieses Abenteuers am kalabrischen Gebirge Aspromonte im Jahr 1862 durch die vermeintlichen Verbündeten, die neuen Staatstruppen der Savoyer, gehört ohnehin zu den schäbigsten Kapiteln der Einheitsgeschichte. Im Film lässt Martone mit den Kämpfer am Lagerfeuer die gutartige italienische Volksseele mit Straßentheater und Gesängen kurz aufleben, um dann die Vision einer Demokratie im Kugelhagel zu begraben.

Bemerkenswert am Epos mit dem schrägen Titel „Fahne der Freiheit“ ist vor allem das Schlusskapitel, das nach der Einigung Italiens spielt und ein verheerendes Bild von der Lage in Süditalien zeichnet: Die Ausplünderung der Bauern geht weiter, Banditen machen die Straßen unsicher, die norditalienische Industrie hat den Mezzogiorno ruiniert. Die Unità - eine Katastrophe. Selbst im wenig patriotischen Deutschland wäre eine ähnlich unheroische Darstellung von Bismarck, Moltke und Wilhelm I. schwer denkbar. Martone lässt die piemontesischen Könige allenfalls als Objekte möglicher Attentate aufscheinen; Cavour, der politische Architekt des Gebildes, kommt so wenig vor wie die Revolution von 1848 oder auch die Feldzüge von 1859 bis 1861. Garibaldi erscheint gar nur einen Augenblick wie ein Gespenst als Schattenriss am Aspromonte, während dem geplagten, politisch aber erfolglosen Seher Mazzini immerhin Italiens wandlungsfähigster Schauspieler, der große Toni Servillo, eine fahle Präsenz bescheren darf.
Halbwegs erotische Qualitäten

Mit der eher vernichtenden Bilanz der italienischen Einheit als Ränkespiel und Geschäft einiger Mächtiger liegt das Filmepos durchaus auf einer Linie mit der aktuellen Geschichtsschreibung. Und hatte nicht auch schon Giuseppe Tomasi di Lampedusas Roman „Der Leopard“, hatte nicht Viscontis Verfilmung den blutigen Heroismus als Fassade eines immer gleichen Spiels um Ausbeutung und Verdummung beschrieben? Der Nachteil von Martones Epos liegt darin, dass die Rai-Produktion nicht aus dem Vollen schöpfen kann wie weiland Visconti. Keine Massen- und großen Schlachtenszenen. Stattdessen endlose Debatten in finsteren Kerkern, revolutionären Kaffeehäusern und Salons. Da hätte man aus dem komplexen Geschehen, das ohnehin nur Kenner der italienischen Geschichte zu entschlüsseln vermögen, gern ein Stunde Langeweile herausstreichen können.

Nicht einmal die halbwegs erotischen Qualitäten der skandalumwitterten Fürstin Belgiojoso - einer Förderin und Verführerin mancher Revoluzzer - bringen Prickeln ins ernste Geschehen, dafür bleibt Francesca Inaudi in dieser Rolle ebenso sehr zu blass wie Luigi LoCascio als Domenico - und das, obgleich LoCascio im sehr viel packenderen Historienepos „La meglio gioventù“ über die Terrorjahre um 1970 so überzeugt hatte.
Historischer Fehlschlag

Martone konzentriert sich eben zwanghaft auf eine verlorene Generation von Träumern und Idealisten, die schließlich - ähnlich dem Berufsrevolutionär Garibaldi - erbärmlich in den Fallstricken der Macht- und Tagespolitik hängen bleibt. Bevor sich der enttäuschte Held Domenico am Ende ins Gelehrtenleben zurückzieht und dem als sinistren Schurken gezeichneten Premierminister Crispi das politische Feld überlässt, bleibt ihm nur die sture Bilanz: „Wir haben an etwas geglaubt.“ Aber vielleicht war ja genau dies das Problem.

So bleibt die schöne Musik am ehesten im Gedächtnis: von Hubert Westkämper zusammengestellte Kurzmelodien und Fragmente aus Werken von Bellini, Rossini und vor allem Verdi. Das ist die schwarzromantische Tonspur, die ohnehin alle Europäer mit der Epoche verbinden. Neben diesen mehr finsteren als triumphierenden Akkorden hinterlässt die „Fahne der Freiheit“ den Eindruck, dass Italiens Einheit kein Grund zum Feiern ist und wohl ein historischer Fehlschlag war - vor allem für den Süden des Landes. Aber vielleicht wollte Martone ja genau diese Botschaft vermitteln.

Die Fahne der Freiheit läuft heute und am Freitag jeweils um 20.15 Uhr bei Arte.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: © Franco Bellomo, © Marco Piovanottto

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Re: Aktuelle Fernsehtips

Beitragvon mingi17 » 27. Mär 2011 14:47

Zur Erinnerung von Kajas Termin:

Der zweite Teil von «La meglio gioventù - Die besten Jahre» folgt am nächsten Donnerstag, 30. März um 00.15 Uhr auf SF 1. Die genauen Anfangszeiten entnehmen Sie bitte der kürzerfristigen Programmvorschau. Teil 1 lief am Freitag.
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Re: Aktuelle Fernsehtips

Beitragvon Sweety » 4. Apr 2011 21:46

Morgen 5. April ORF 2 "Anna Bolena" von Gaetano Donizetti. Übertragung aus der Wiener Staatsoper mit Anna Netrebko und Elina Garanca.
http://tv.orf.at/program/orf2/20110405/ ... 01/312675/

Für Opernliebhaber ein Muss.

Einen wunderschönen Kunstgenuss
Eure
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Re: Aktuelle Fernsehtips

Beitragvon mingi17 » 10. Apr 2011 16:44

Heute, 10.4. um 01:35 "Viaggio segreto" mit Alessio in Italia 1.
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Re: Aktuelle Fernsehtips

Beitragvon Sweety » 24. Apr 2011 18:19

Hallo Freunde, - ich weiß, es ist ein bisschen spät, aber heute um 2o.15 Uhr im 3-Sat "La Boheme" von Puccini mit Anna Netrebko und Rolando Villazon unter der Regie von einem gewissen "ROBERT DORNHELM", - der Kerl ist doch Schuld dran, dass wir uns kennen :P :P :P :P
Also wers noch rechtzeitig sieht, ich stell mir da einen schönen Opernabend vor, - übrigens ist es ein Opernfilm.
Viel Spaß
Eure
Sweety :P :P :P
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Re: Aktuelle Fernsehtips

Beitragvon mingi17 » 29. Apr 2011 12:28

Am 13. Mai feiert Senta Berger ihren 70. Geburtstag. Da kommen ja üblicherweise immer auch ältere Filme. Bitte mal aufpassen, ob da nicht "Mein Sohn ist kein Mörder" kommt, da spielt Alessio mit.
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