Etwas zum Nachdenken

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Etwas zum Nachdenken

Beitragvon mingi17 » 28. Jan 2009 11:19

Zum Nachdenken!

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen

aller anderen Schüler der Klasse auf ein Blatt Papier

zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu

lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten

überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden

ihrer Klassenkameraden sagen können und das

sollten sie neben die Namen schreiben. Es dauerte die

ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den

Klassenraum verließen, gaben sie Ihre Blätter der Lehrerin.



Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen

auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten

Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den Einzelnen

aufgeschrieben hatten. Am Montag gab sie jedem Schüler

seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit

lächelten alle. "Wirklich?", hörte man flüstern.

"Ich wusste gar nicht, dass ich irgendjemandem

was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich

andere so mögen", waren die Kommentare.



Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die

Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder

mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus.

Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren

glücklich mit sich und mit den anderen.



Einige Jahre später war einer der Schüler gestorben

und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die

Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen,

der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging

am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre. Die

Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als

sie dort stand, sagte einer der Anwesenden,

die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie Marks

Mathelehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann

sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen

gesprochen."



Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks

früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da

und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der

Lehrerin zu sprechen. "Wir wollen Ihnen etwas zeigen",

sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner

Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark verunglückt

ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen." Aus

der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das

offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet

und auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste

ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf

denen die netten Dinge standen, di e seine

Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten.



"Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie

das gemacht haben", sagte Marks Mutter. "Wie

Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt."

Alle früheren Schüler versammelten sich um

die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und sagte:

"Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der

obersten Schublade in meinem Schreibtisch". Die

Frau von Heinz sagte: "Heinz bat mich,

die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben."

"Ich habe meine auch noch", sagte Monika.

"Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff

Irene, eine andere Mitschülerin, in ihren

Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und

ausgefranste Liste den anderen.

"Ich trage sie immer bei mir", sagte Irene

und meinte Dann: "Ich glaube, wir haben alle die

Listen aufbewahrt." Die Lehrerin war so

gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie

weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr

sehen würden.



Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir

oft, dass jedes Leben eines Tages endet und dass wir

nicht wissen, wann dieser Tag sein wird.



Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um

die man sich sorgt, sagen, dass sie etwas Besonderes

und Wichtiges sind. Sag es ihnen, bevor es zu spät

ist .
Händeringen hält einen nur davon ab, die Ärmel aufzukrempeln.
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Re: Etwas zum Nachdenken

Beitragvon Avon » 28. Jan 2009 17:28

Liebe Birgit

Herzlichen Dank dafür - leider kommen wir in dieser gehetzten Gesellschaft, wo man allem gerecht werden muss immer an den Punkt, wo man erkennt, dass man zuwenig gefragt und gesagt hat... Mein Vater hat mir dies unlängst gesagt, er hat noch so vieles auf dem Herzen, aber sein Vater starb vor Jahren... Leider hat man in der Familie meines Vaters nie über Gefühle gesprochen, sie denn geäussert. Und ich selber spüre diese Hemmung in mir, ihm zu sagen, wie sehr ich ihn liebe und brauche, was er mir bedeutet.

Ich werde diese Geschichte weiter verteilen.

Liebe Grüsse
Annette
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Re: Etwas zum Nachdenken

Beitragvon Sweety » 2. Feb 2009 12:08

Bild
Spuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen vorüber gezogen war,
blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen
meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn: "Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er: "Mein liebes Kind, ich liebe dich
und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen."


Margaret Fishback Powers
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Re: Etwas zum Nachdenken

Beitragvon Sweety » 4. Feb 2009 17:59

Unermesslichkeit
__________________________________________________________

Ein Reisender sagte:
- Unermesslich die Wüsten -.
Ich begann zu schreiten und in wenigen Monden
durchmaß ich die Wüsten.
Ein Seefahrer sagte:
- Unermesslich die Meere -.
Ich begann zu segeln und in wenigen Tagen
durchmaß ich die Meere.

Ein Pilot sagte:
- Unermesslich die Himmel -.
Ich begann zu fliegen und in wenigen Stunden
durchmaß ich die Himmel.

Und heute sage ich mir:
- Unermesslich die Seele -.
Immer noch forsche ich in ihr und weiß nicht,
wo sie beginnt und endet.

Rey Eusebio S. J.
(T. Rothbauer)
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Re: Etwas zum Nachdenken

Beitragvon Sweety » 6. Feb 2009 12:01

Bild

Wofür wir dankbar sein sollten...

...es aber oft nicht mal registrieren...

Den Partner, der Dir jede Nacht die Decke wegzieht...
... weil es bedeutet, dass er mit niemand anderem unterwegs ist.

Das Kind, das nicht sein Zimmer aufräumt und lieber fern sieht...
... weil es bedeutet, dass es zu Hause ist und nicht auf der Straße.

Die Steuern die ich zahlen muss ...
... weil es bedeutet, dass ich eine Beschäftigung habe.

Die riesige Unordnung, die ich nach der gefeierten Party aufräumen muss...
... weil es bedeutet, dass ich von Freunden umgeben war.

Die Kleidung, die mal wieder zu eng geworden ist ...
... weil es bedeutet, dass ich genug zu essen habe.

Den Schatten, der mich bei meiner Arbeit "verfolgt„ ...
... weil es bedeutet, dass ich mich im Sonnenschein befinde.

Den Teppich, den ich saugen muss und die Fenster, die geputzt werden müssen...
... weil es bedeutet, dass ich ein Zuhause habe.

Die vielen Beschwerden, die ich über die Regierung höre...
... weil es bedeutet, dass wir die Redefreiheit besitzen.

Die Straßenbeleuchtung, die so endlos weit von meinem Parkplatz weg ist...
... weil es bedeutet, dass ich laufen kann und ein Beförderungsmittel besitze.

Die hohe Heizkostenrechung ...
... weil es bedeutet, dass ich's warm habe.

Die Frau hinter mir in der Kirche, die so falsch singt...
... weil es bedeutet, dass ich hören kann.

Den Wäscheberg zum Waschen und Bügeln...
... weil es bedeutet, dass ich Kleider besitze.

Die schmerzenden Muskeln am Ende eines harten Arbeitstages ...
... weil es bedeutet, dass es mir möglich ist, hart zu arbeiten.

Den Wecker, der mich morgens unsanft aus meinen Träumen reißt...
... weil es bedeutet, dass ich am Leben bin.

und schließlich: Die vielen nervenden E-Mails...
... weil es bedeutet, dass ich Freunde habe und es genügend Menschen gibt, die an mich denken.

... und solltest du glauben, Dein Leben wäre "beschissen“...
dann lies dies noch mal.
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Re: Etwas zum Nachdenken

Beitragvon Sweety » 9. Feb 2009 08:28

DER ZUG DES LEBENS

Vor einiger Zeit las ich ein Buch, worin das Leben mit einer Zugreise verglichen wurde.
Eine sehr interessante Lektüre.

Das Leben ist wie eine Reise mit dem Zug. Man steigt oft ein und aus, bei manchen Aufenthalten gibt es angenehme Überraschungen und glückliche Momente, aber auch Unfälle und Traurigkeit.

Wenn wir geboren werden und in den Zug einsteigen, treffen wir Menschen, von denen wir glauben, dass sie uns während der ganzen Reise begleiten werden, unsere Eltern.

Leider ist die Wahrheit eine andere. Sie steigen irgendwann aus und lassen uns, ohne ihre Liebe und Zuneigung, ohne ihre Freundschaft und Gesellschaft, zurück.

Allerdings steigen andere Personen, die für uns sehr wichtig werden, in den Zug ein.

Es sind unsere Geschwister, unsere Freunde und die Menschen, die uns begegnen und die wir lieben lernen.

Manche Personen, die einsteigen, betrachten die Reise als kleinen Spaziergang.

Andere finden nur Traurigkeit auf ihrer Fahrt durch' s Leben.

Und es gibt wieder andere im Zug, die immer da und bereit sind, denen zu helfen, die Hilfe brauchen.

Manche hinterlassen beim Aussteigen eine immerwährende Sehnsucht.

Manche stürzen uns in tiefe Not.

Manche steigen ein, und wieder aus, und wir haben sie kaum bemerkt.

Es erstaunt uns, dass manche der Passagiere, die wir am liebsten haben, sich in einen anderen Wagon setzen. Und uns die Reise in diesem Abschnitt alleine machen lassen. Selbstverständlich lassen wir uns nicht davon abhalten, die Mühsal auf uns zu nehmen, sie zu suchen und uns zu ihrem Wagon durchzukämpfen.

Leider können wir uns dann doch nicht zu ihnen setzen, da der Platz an ihrer Seite schon besetzt ist.

So ist das Leben. Voll an Herausforderungen, Träumen, Fantasien, Hoffnungen und Abschieden, aber ohne Wiederkehr.

Machen wir die Reise durch' s Leben, so gut wie wir es können.

Versuchen wir mit allen im Zug gut auszukommen, und sehen wir in jedem von ihnen, das Beste.

Erinnern wir uns daran,
dass in jedem Abschnitt der Strecke einer der Gefährten schwanken kann und möglicherweise unser Verständnis braucht.

Auch wir werden schwanken und es wird jemand da sein, der uns versteht.

Das große Mysterium der Reise ist, dass wir nicht wissen, wann wir endgültig aussteigen werden, und genauso wenig, wann unsere Mitreisenden aussteigen werden, nicht einmal die, die direkt neben uns sitzen.

Ich werde wehmütig sein, wenn ich aus dem Zug für immer aussteige.

Ich glaube, die Trennung von einigen Freunden, die ich während der Reise traf, wird sehr weh tun.

Meine Kinder alleine zu lassen, wird mich sehr traurig machen. Aber ich habe die Hoffnung, dass irgendwann der Zentralbahnhof kommt. Dann werde ich sie ankommen sehen, mit Gepäck, das sie beim Einsteigen noch nicht hatten. Das wird mich froh stimmen.

Was mich glücklich machen wird, ist der Gedanke, dass ich mitgeholfen habe, ihr Gepäck zu vermehren und ich die richtigen Inhalte hinein getan habe.

Schauen wir darauf, dass wir eine gute Reise haben und dass sich am Ende die Mühe gelohnt hat.

Versuchen wir, dass wir beim Aussteigen einen leeren Sitz zurücklassen, der Sehnsucht und schöne Erinnerungen bei den Weiterreisenden hinterlässt.

Ich wünsche allen eine 'Gute Reise.'


Bild


Der ursprüngliche Verfasser ist leider unbekannt.
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Re: Etwas zum Nachdenken

Beitragvon Sweety » 2. Mär 2009 14:47

Die Geschichte von zwei Freunden


Zwei Freunde wanderten durch die Wüste. Während der Wanderung kam es zu einem Streit und der eine schlug dem anderen im Affekt ins Gesicht.

Der Geschlagene war gekränkt. Ohne ein Wort zu sagen, kniete er nieder und schrieb folgende Worte in den Sand:

"Heute hat mich mein bester Freund ins Gesicht geschlagen."

Sie setzten ihre Wanderung fort und kamen bald darauf zu einer Oase. Dort beschlossen sie beide, ein Bad zu nehmen. Der Freund, der geschlagen worden war, blieb auf einmal im Schlamm stecken und drohte zu ertrinken. Aber sein Freund rettete ihn buchstäblich in letzter Minute.

Nachdem sich der Freund, der fast ertrunken war, wieder erholt hatte, nahm er einen Stein und ritzte folgende Worte hinein:

"Heute hat mein bester Freund mir das Leben gerettet."

Der Freund, der den anderen geschlagen und auch gerettet hatte, fragte erstaunt: "Als ich dich gekränkt hatte, hast du deinen Satz nur in den Sand geschrieben, aber nun ritzt du die Worte in einen Stein. Warum?"

Der andere Freund antwortete: "Wenn uns jemand gekränkt oder beleidigt hat, sollten wir es in den Sand schreiben, damit der Wind des Verzeihens es wieder auslöschen kann. Aber wenn jemand etwas tut, was für uns gut ist, dann können wir das in einen Stein gravieren, damit kein Wind es jemals löschen kann."

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Re: Etwas zum Nachdenken

Beitragvon Sweety » 6. Apr 2009 14:50

Bild

Mit der Zeit


Mit der Zeit lernst Du,
dass eine Hand halten
nicht dasselbe ist wie eine Seele fesseln.
Und dass Liebe nicht Anlehnen bedeutet
und Begleitung nicht Sicherheit.

Du lernst allmählich,
dass Küsse keine Verträge sind
und Geschenke keine Versprechen.

Und Du beginnst,
Deine Niederlagen erhobenen Hauptes
und offenen Augen hinzunehmen;
mit der Würde eines Erwachsenen,
nicht maulend wie ein Kind.

Und Du lernst,
all Deine Straßen
auf dem Heute zu bauen,
weil das Morgen
ein zu unsicherer Boden ist.

Mit der Zeit erkennst Du,
dass sogar Sonnenschein brennt,
wenn Du zuviel davon abbekommst.

Also bestelle Deinen Garten,
und schmücke selbst Dir
die Seele mit Blumen,
statt darauf zu warten,
dass andere Dir Kränze flechten.

Und bedenke,
dass Du wirklich standhalten kannst ...
und wirklich stark bist.

Und dass Du Deinen eigenen Wert hast.

Kelly Priest
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Re: Etwas zum Nachdenken

Beitragvon mingi17 » 24. Apr 2009 18:44

Es färbte sich die Wiese grün
Und um die Hecken sah ich blühn,
Tagtäglich sah ich neue Kräuter
Mild war dieLuft, der Himmel heiter.
Ich wußte nicht, wie mir geschah.
Und wie das wurde, was ich sah.

Novalis 1772-1801
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Re: Etwas zum Nachdenken

Beitragvon Sweety » 8. Jun 2009 09:42

;-)

Es war einmal eine alte chinesische Frau, die zwei große Schüsseln hatte,
die von den Enden einer Stange hingen, die sie über ihren Schultern trug.

Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und
stets eine volle Portion Wasser fasste. Am Ende der langen Wanderung vom
Fluss zum Haus der alten Frau war die andere Schüssel jedoch immer nur noch
halb voll.

Zwei Jahre lang geschah dies täglich: die alte Frau brachte immer nur
anderthalb Schüsseln Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war
natürlich sehr stolz auf ihre Leistung, aber die arme Schüssel mit dem
Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die
Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war.

Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die
Schüssel zu der alten Frau:
"Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg zu deinem
Haus immer Wasser läuft."

Die alte Frau lächelte. "Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des
Weges Blumen blühen, aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht? Ich habe
auf deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät, weil ich mir deines Fehlers
bewusst war. Nun gießt du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen.

Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und den Tisch
damit schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese
Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren."

Jeder von uns hat seine ganz eigenen Macken und Fehler, aber es sind die
Macken und Sprünge, die unser Leben so interessant und lohnenswert machen.

Man sollte jede Person einfach so nehmen, wie sie ist und das Gute in ihr
sehen.

Also, an all meine Freunde mit einem "Sprung in der Schüssel" ;-) , habt
einen wundervollen Tag und vergesst nicht, den Duft der Blumen auf eurer
Seite des Pfades zu genießen !



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