Interviews mit Alessio/Interviste

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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon gaby » 14. Jan 2012 11:14

http://iochiaraeloscuro.blog.rai.it/201 ... ssio-boni/
ich denke,dass wir noch nicht gehorren haben
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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon mingi17 » 16. Jan 2012 16:10

Interview aus Diva e Donna, Franca hat es in Facebook eingestellt,die Übersetzung kommt.

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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon mingi17 » 16. Jan 2012 16:12

Hätten Sie gerne einen Fliesenleger wie ihn?

Divo und Künstler
Der chamäleongleiche Schauspieler, der im Fernsehen Caravaggo und Puccini ein Gesicht gegeben hat, ist ein Fotograf in der Fiktion von Canale 5 „I cerchi nell'acqua“. Aber er war „Fliesenleger wie mein Vater. Der mir beigebracht hat, dass in jeglicher Arbeit Würde liegt.“Dann war er Polizist, Kellner, Babysitter: schließlich „habe ich das Schauspiel entdeckt“. Er enthüllt: „Ich bin ständig auf der Suche, im Leben und in der Arbeit. Ich will das Maximum gebn. Manchmal sage ich mir:“Alessio, du bist nicht mehr 12 Jahre...“.“ Und er wird in einem Film von Raiuno Walter Chiari sein: „Die am schwierigsten darzustellende Person“.

Rom, Dezember
Freundlich und höflich auf den ersten Blick. So ist Alessio Boni, so sehr, dass er quasi „aus der Mode“ erscheint, mit Einfühlungsvermögen und umgänglich, mit der seltenen Bereitschaft, den anderen kennenzulernen. Seine Physiognomik zu betrachten wird zur exakten Wissenschaft: ein Gesicht mit feinen Gesichtszügen, die sich mit einer sanften Seele mischen.vereinen. Aber die Fans müssen sich abfinden: er macht keine Zugeständnisse und verrät nicht, ob er Single oder gefühlsmäßig gebunden ist. Im Moment ist er sehr beschäftigt.. berufsmäßig. Eine Fiktion, I cerchi nell'acqua, auf Sendung in Canale 5..., eine weitere, Unser Freund Walter, fast fertiggedreht, über das Leben von Walter Chiari (die in Rai Uno im nächsten Jahr gesendet werden wird), ein Theaterstück, Art, mit dem er auf Tournee in Italien ist, um von seinen bevorzugten Themen zu sprechen, der Liebe zur Kunst und der Notwendigkeit von Freundschaft.

Alessio, sprechen wir von I cerchi..: ein Mystery, ein Genre in dem Sie sich noch nie versucht haben.
„Mich hat es deshalb bestochen, das sind Themen, die eher im Kino – ich denke an „The sixth sense“ - als im Fernsehen behandelt werden. Ich bin Davide, ein Fotograf, der in New York lebt, un der , nach 20 Jahren, in den Ort zurückkehrt, in dem er geboren ist und in dem er seine Jugend verbracht hat. Und dort findet er sich verwickelt in eine Reihe mysteriöser Ereignisse, in ein Anwachsen von Spannung, das an das Übersinnliche reicht.“

Sie sind geboren in Sarnico, in einem kleinen Ort in der Provinz Bergamo. Träumen Sie davon, nach Hause zurückzukehren oder haben Sie Ihre Wurzeln abgeschnitten?“

„Ich kehre gerne nach Sarnico zurück, wegen der Unverfälschtheit der Menschen und weil ich hier meine Zuneigungen habe, meine Eltern. Aber ich könnte nicht sagen, ehrlich, dass ich es mir wünschte zurückzukehren um dort zu leben. Man kann sich nicht aussuchen, wo man geboren wird, aber früher oder später wählen, wo man sein ganzes Leben verbringen möchte.

Der Ort der Seele.
„Ja, ich habe ihn in der Toscana gefunden, wo ich ein kleines Bauernhaus gekauft habe. Es ist in der Nähe von Cortona und ich habe entdeckt, dass dort ein gewisser Onofrio Boni gelebt hat, ein bekannter Architekt. Es gibt einen Palazzo Boni, eine Boni-Gasse.“

Ihre Biographie gleicht der eines Hollywoodstars. Bevor Sie Schauspieler wurden, haben Sie alles gemacht....
„Stimmt. Ich habe begonnen als Fliesenleger, die Arbeit meines Vaters, was auch mein Bruder gemacht hat und was mein Cousin immer noch macht. Dann war ich Polizist, Kellner und Babysitter. Und in San Diego in Californien als „Zeitungslanze“. Ich habe um 4 in der Früh begonnen, die Zeitungen zu verteilen und um halb 7 war ich schon bei einer Quote von 180 angekommen! Ich habe mich nie zurückgezogen, wenn es sich um Arbeit gehandelt hat: mein Vater. hat mich gelehrt, dass man jede Arbeit mit großer Würde machen kann.“

Wann haben Sie erkannt, dass das Theaterpielen Ihr Weg ist?

„Mit 21 Jahren, als ich „La Gatta Cenerentola“ von Roberto De Simone im Theater gesehen habe. Als ich dort heraus ging, habe ich beschlossen, dass ich die Prüfung an der Akademie der dramatischen Kunst versuchen würde. Wenn ich es nicht geschafft hätte, hätte ich mich in Mailand für das Studium der Psychologie eingeschrieben. Aber es ist eine Seite, eine Leidenschaft, einen Traum zu haben, eine andere zu entdecken, dass man jenes Minimum an Talent besitzt, das nötig ist, ihn leben.“

Wer hat Sie erkennen lassen, dass Sie jenes Talent besitzen?

„In den Jahren an der Akademie mein Lehrer Orazio Costa, dem ich immer dankbar sein werde. Und danach waren es hauptsächlich Strehler, der mich im „Geizigen“ von Molière wollte, und Marco Tullio Giordana, der mich , zusammen mit meinen Freunden Luigi LoCascio und Fabrizio Gifuni, für „La meglio Gioventù“ ausgewählt hat.“

Dort waren Si, e Matteo, der sich schließlich umbringt. Der erste einer Reihe von unruhigen und gepeinigten Helden.

„Ja, ich habe nichts ausgelassen. Von Caravaggio über Heathcliff in „Sturmhöhe“ bis zum selbstzerstörerischen Leben Walter Chiaris, vielleicht der am schwierigsten darzustellende. Denn es erinnert sich niemand, wie Caravaggio sich bewegte, aber von Walter Chiari sind alle Sketche noch im Umlauf, die Leute erinnern sich sehr gut an ihn, Du mußt Dich messen mit seiner Ausdruckskraft, Energie und Eleganz. Und dann hat er ein unglaubliches Leben gehabt: zuerst das Kino, die Schlagzeilen, der Ruf des Frauenhelden, der Erfolg im Fernsehen. Schließlich der Ärger mit der Justiz, die Probleme mit dem Kokain, der Niedergang.“

Aber gibt es etwas, das Sie verbindet mit jenen Persönlichkeiten, die darauf spezialisiert sind sich zu schaden.

„Gut, ich gebe zu, an der Basis da ist ein wenig Qual. Ich bin sicher nicht ganz „Genie und Unmäßigkeit“ wie Caravaggio, aber ein gewisses Fieber ist da...Es ist keine Phrasendrescherei, ich will immer das Beste geben, mich verbessern, und in diesem Zustand entspannt sich das Hirn nie. Ich bin auf der ständigen Suche, im Leben und in der Arbeit, nach der Intelligenz des Herzens. Meine Achillessehne ist die Überempfindlichkeit und die sich daraus ergebende Zerbrechlichkeit: manchmal sage ich mir: „Alessio, Du bist 45, nicht 12!“ Es mag banal sein, aber ich widerspiegle mich in meinem Tierkreiszeichen: der Krebs, das Zeichen der Tränen. Dann füge hinzu, dass ich am See geboren bin....“

Und so hättten wir einen perfekten „Alessio di Rivombroso“ (??? konnte ich nicht klären)! Aber zum Glück, um den Ton aufzuhellen, ist der Ornithologe Adriano aus der Serie TPPA2 gekommen.
Eine lustige Rolle und ungewöhnlich für Sie...

„Mit Riccardo Milano habe ich den Film „Rebecca la prima moglie“ (2008) gedreht. Da er der Ehemann von Paola Cortellsi ist, ist es vorgekommen, dass sie uns in den Pausen besuchen kam und dass wir zwei uns totlachten. So hat Riccardo mir vorgeschlagen, in diesem Unterhaltungsfilm eine Rolle zu übernehmen. Unterhaltsam im weiteren Sinn: Auf dem Set mit Emilio Solfrizzi, Giuseppe Battistoni, Neri Marcorè, lachten wir Tränen, so sehr, dass wir manchmal die Szene nicht zu Ende drehen konnten.“

Die Boshaften sagen, dass TPPA3 Zuschauer verloren hat, weil Sie fehlen. Warum haben Sie „Nein“ gesagt zur Fortsetzug?

„Ich habe Adriano angebetet, die dicke Brille, auf surreale Art gekämmt, tollpatschig.Jedoch am Ende kehrte er zu dem zurück , was ich bin: und für mich ist es wenig interessant, Alessio Boni als Verführer zu spielen.“

Ich nutze den spielerischen Moment, Sie wenigstens über die Arbeitspartner auspacken zu lassen. Eine Beschreibung von Vanessa Incontrada...

„Ein explosives Lächeln“

von Cristiana Capotondi...

„professionell bis zur xten Potenz“

Carlotta Natoli?

„Ein Vulkan an Sympathie und Energie“

Sie haben auch mit Monica Bellucci gearbeitet, in „SanguePazzo“

„Für sie reicht ein Wort: Monica ist eine Göttin!“

Alessandra Appiano
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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon mingi17 » 26. Jan 2012 21:04

ESCLUSIVA AUDIO – Alessio Boni: “Non investire nella Cultura è una follia”
Pubblicato il 26 gennaio 2012 da redazione1

4

di Giacomo Aricò

Continua la chiacchierata con Alessio Boni, il tempo stringe, il Teatro Fraschini lo aspetta. Ma Alessio non ci pensa, e con la stessa passione con cui recita risponde alle mie domande. Davanti a me ho l’interprete di un capolavoro assoluto come “La Meglio Gioventù” (diretto da Marco Tullio Giordana nel 2003), che parla di due fratelli, di amicizia, di amore e dolore con l’Italia a far da sfondo dagli anni Sessanta al Duemila. Oggi il mondo corre sempre più veloce, Internet ha rivoluzionato tempo e spazio. E anche relazioni umani. Con lui parlo di questo e soprattutto di un dato uscito ieri che riguarda i sempre più bassi investimenti in Cultura. Un tema che lo accende in modo particolare, che lo riguarda. Prima di salutarci gli chiedo fuori registrazione della sua prossima miniserie, Walter Chiari – Fino all’ultima serata prossimamente in onda su Rai Uno per la regia di Enzo Monteleone: “speriamo bene!” risponde, poi corre di fretta in teatro per vestire i panni di Serge.

Ascolta l’intervista ad Alessio Boni


http://www.spotandweb.it/news/12565/esc ... 4.facebook
Mit Link zum Interview

Unter dem gleiche Link ist das Interview zu Art, das auch in dem Artikel angesprochen wird, das Gaby reingestellt hat.
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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon mingi17 » 1. Feb 2012 18:00

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Kompletter Text im lesbaren Druck darunter:
http://www.grazia.it/magazine/intervist ... per-un-ora


Unter der Maske (nur für eine Stunde)

von Stefania Rossotti

Er mußte Fliesenleger werden (wie der Vater), im Norden leben (in der Nähe von Bergamo) und Dialekt sprechen. Alessio Boni hat gewählt, „Stimme und Leben“ zu wechseln, und, vom Theater zum Kino, zum Fernsehen, er ist nicht mehr stehen geblieben. „Das Geheimnis? Ein Bleistift zwischen den Zähnen...“

Alessio Boni, mit 45 Jahren …, wurde Schauspieler, nachdem er alles gemacht hatte: Fliesenleger, Bauarbeiter, Kurierdienst, Babysitter.

Jetzt spielt er Theater. Jetzt, tatsächlich im Sinn von hier und jetzt, in dem Restaurant, in dem wir uns getroffen haben. Es ist, wie man sagt, ein bisschen „aufgelegt“ (dann wird er mir erklären, dass es sich um eine „mehrschichtige Schutzmaske“ handelt). Ich beschließe, von hier auszugehen: von der Technik des Schauspiels.

Ich frage ihn um Rat: wie macht man es, dass man den Dialekt des Nordens los wird (er ist in Sarnico geboren, in der Provinz Bergamo). Er sagt: „Schau mir auf die Lippen“ und spricht einen langen, unverständlichen Satz im Dialekt.

Ich habe nicht verstanden. Er hat praktisch den Mund nicht aufgemacht. „Wenn Du Bergamaskisch (Anm.v. Verf.: ich kenne leider nicht die korrekte Form im Deutschen) sprichst, lässt Du die Lippen ganz zu. Schau jetzt.“ Er nimmt einen Stift, steckt ihn zwischen die Zähne, öffnet ein Buch und deklamiert eine ganze Seite. „Schau: wenn Du den Mund gut aufmachst, beginnst Du, den Akzent zu verlieren. Ich habe das über Monate gemacht: ich bin immer mit einem Bleistift herumgelaufen, um ihn zu benutzen, wenn ich etwas sagen sollte.“

Jetzt haben Sie eine perfekte Aussprache: neutral und elegant.Wie fühlt es sich an, wenn man die Sprache wechselt?

„Unterschiedlich. Sie lassen etwas zurück. Dieser Akzent ist meine Vergangenheit, ein Teil von mir.“

Und jetzt ist er römisch?

„Kosmopolitisch: die Welt ist rund und es ist immer etwas südlicher oder nördlicher von uns.“

Warum sind Sie von Ihrem Norden weggegangen?

„Es hat mich eingeengt. Ich hatte eine sichere Zukunft: Fliesenleger wie mein Vater. Aber das dort war nicht ich.“

Sie waren ein Schauspieler...

„Aber geh. Ich hatte keine Vorstellung von dem, was ich machen wollte. Ich wollte nur weg. Ich bin zufällig Schauspieler geworden, indem ich ein Stück sah, das mich verzaubert hat.“

Von da an war es ein Aufstieg: Stehler, Ronconi...die großen Regisseure. Und dann das Fernsehen, der Spielfilm. Und im Kino mit dem außerordentlichen Erfolg von „La meglio gioventù“..

„Nein, es war nicht immer ein Aufstieg. Ich hatte äußerst schwierige Momente. 1995 war ich 11 Monate arbeitslos. Ich bin in eine tiefe Depression geraten, es ging mir ganz schlecht. Dann hat sich das Glück mir wieder zugewandt.“

Der Erfolg ist eine Frage des glücklichen Zufalls?

„Nicht nur, aber auch“

Haben Sie jemals daran gedacht, dass Sie so etwas nicht verdient hätten?

„Nein, die Anteile, die ich hatte, habe ich mir alle verdient. Aber es ist mir passiert, dass ich gedacht habe, dass ich zu viel gezahlt haben würde für das was ich machte. Weißt Du, ich bin als Fliesenleger geboren.“

Hat Sie das Geld verändert?

„Reich geboren zu sein ist anders: Du hast eine Art, Dich in Szene zu setzen, die ich niemals haben werde. Ich bin einer, der das Licht ausdreht, wenn er das Zimmer verläßt.“

Jetzt sind Sie im Fernsehen mit der Miniserie „I cerchi nell'acqua“...Im Frühjahr werden Sie Walter Chiari sein, in einem Spielfilm über sein Leben. Stimmt es, das Sie die Annahme dieser Rolle bereut haben?

„Nein, es stimmt, dass es äußerst schwierig war, eine Person darzustellen, die viele sehr gut kannten. Ich wollte ihn nicht „imitieren“, das wäre erbärmlich. Ich wollte eine Vorstellung von ihm geben, seiner außergewöhnlichen, verzweifelten Vitalität.“

Los: machen Sie mir jetzt den Walter Chiari. (Alessio macht es wirklich und ich muss sagen, es ist ausgezeichnet)

„Das Problem ist, dass Walter 10 Personen gleichzeitig war: er war Showman, Schauspieler, Vater, der große Verführer....“

Was war er für die Frauen?

„Er ließ sie sich einzigartig fühlen. Alle, die er geliebt hat, haben gesagt, sie seinen die von Walter „am meisten Geliebte“ gewesen.

Und er, wurde er geliebt?

„Ich glaube nicht. Viel begehrt, aber nicht wirklich geliebt: er ist völlig allein gestorben.“

Sie sind fest gebunden? (Anm. d. Verf: eigentlich verlobt, aber das zu schreiben widerstrebt mir in diesem Zusammenhang)

„Ja, mit Francesca. Punkt.“

Vertraulich.

„Sie will nicht, dass man über uns spricht.“

Nun gut, sprechen wir über die Frauen.

„Die Frauen? Es tut mir leid, dass sie nicht über den roten Teppich gehen, wie sie es verdienen würden. Ich komme aus einer einfachen Familie, wo meine Mutter immer die Königin war, äußerst einflussreich. Ich bin es gewohnt, die Frauen mit viel Respekt zu behandeln. Und sie missverstehen immer.“

In dem Sinn, dass sie glauben, dass Sie sich für sie interessieren?

„Im Gegenteil: sie glauben, ich könnte ohne sie auskommen. Ich verlange von derjenigen, die mit mir zusammen ist, nur sehr wenig. Ich würde nie zu einer Frau sagen: „Folge mir nach Litauen weil ich dort einen Film drehen muss. Ich denke, die Wahl muss sie treffen. Mein Respekt wird durch Distanz ausgedrückt. Das passiert ständig.“

Sie sind sehr ruhig.

„Ich bin ein Mensch vom See (Sarnco liegt am Iseosee, Anm. d. Verf.), für mich ist Stille wichtig. Die schönste Unterhaltung, die ich in diesem Jahr hatte war mit einem Freund. Wir haben die Reise Rom-Bari (Anm. d. Verf: knappe 500 km, gut 4,5 Stunden Fahrt im Auto) gemacht, ohne ein Wort zu sagen. Damit haben wir alles gesagt.“

Sagen Sie die Wahrheit, Sie verabscheuen Interviews.

„Wie kommst Du darauf?“

Das Gesicht und den Ton, den Sie am Anfang unserer Unterhaltung hatten. Es machte den Eindruck, als wenn Sie eine Person spielten.

„Tatsache ist, dass viele Fragen stellen, ohne wirlich an den Antworten interessiert zu sein. Und dann setzte ich die Maske auf, spiele die Rolle. Je weniger mir die Situation gefällt, desto undurchsichtiger wird die Maske.“

Und wie ist sie jetzt?

„ Ehi, ich würde nicht glauben, dass ich jetzt mein Gesicht komplett aufgedeckt habe... Das habe ich nur in der Familie.“

Und wie ist Ihr wahres Gesicht, ohne Maske?

„Entspannt. Mit weniger Falten sogar.“
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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon mingi17 » 5. Feb 2012 22:03

http://lospecchio.forumfree.it/?t=5528555

Diesen Link hat mir Franca zukommen lassen, jede Menge Interviews, ich muss mal schauen, ob wir die alle haben, sonst hole ich sie rüber und dann bin ich bis zum Jüngsten Tag mit Über setzen beschäftigt.
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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon mingi17 » 17. Feb 2012 18:23

Chiari. Amori, coca e spese folli, ma in tv torna grande
Elena Martelli
''E' stato come interpretare dieci persone. Il mio lavoro più difficile'' giura Alessio Boni che porta su Rai 1 il film dedicato all'attore

Alessio Boni dice che ogni cosa, con Walter Chiari, gira intorno al numero tre, il numero della mescolanza e delle sfumature: «Era nato a Verona da genitori pugliesi, ma era cresciuto a Milano. Quindi in lui c’erano la follia del veneto, l’intraprendenza del lombardo e la sagacia del pugliese.

Poi, gli occhi: un po’ grigi, un po’ verdi, un po’ azzurri». Tutto questo, per concludere che «Chiari è un personaggio inafferrabile. Sono diventato pazzo a interpretarlo,ma ne è valsa la pena». Si capisce vedendolo in Walter Chiari. Fino all’ultima risata, il film in due parti diretto da Enzo Monteleone (su RaiUno il 26 e il 27 febbraio), prodotto da Casanova e Rai Fiction. «Non ho nemmeno provato a imitarlo, sarebbe stato inutile, ho solo tentato di ritrovare la sua energia» spiega l’attore, «certo qualche tratto della sua gestualità ho cercato di riprodurlo, per esempio la camminata dinoccolata. Ma rispetto a Puccini o a Caravaggio, o al principe Andrej di Guerra e Pace, che da attore ho studiato e fatto miei, Chiari era imprendibile.
Come avere di fronte dieci persone in una: attore, presentatore, mimo, barzellettiere… È stato il primo in tv a lasciarsi alle
spalle i formalismi. Portava sullo schermo ciò che vedeva per strada e lo rielaborava a braccio. Anche il personaggio
del sarchiapone è nato così». Rivedendosi nei panni di Walter Chiari sullo schermo si è commosso… Un po’ troppo, no?
«Ma questo film non è la solita agiografia su un grande talento, bensì il racconto di una vicenda umana anche molto travagliata. Non a caso inizia dal carcere che, nel 1970, segna uno spartiacque nella vita di Chiari. Accusato di spacciare cocaina, fu sbattuto in cella per settanta giorni – durante i quali fra l’altro nacque suo figlio Simone – e trattato
come il peggior delinquente».
Alla fine fu prosciolto dall’accusa di spaccio e condannato per consumo di stupefacenti. Ma i rotocalchi ne parlarono per un pezzo… «Consideri i tempi. Nel ’69 c’erastata la strage di piazza Fontana, c’era un clima di grande tensione… Secondo
me Chiari ha fatto da specchietto per le allodole. Tutte quelle donne, il successo,i soldi, la coca… Gliel’hanno fatta pagare cara».
Per la sua carriera fu un disastro… «È come se oggi Brad Pitt venisse ar-restato con un’accusa infamante, come lo era la cocaina allora. Fino al giorno prima sei una star e il giorno dopo non ti vuole più nessuno. La Rai ti chiude le porte in faccia, il Sistina pure, finisci a vendere pentole su una tv privata, quando prima eri il numero uno di Canzonissima,
giravi il mondo con Ava Gardner e ibambini imitavano le tue battute. Questo dramma mi ha toccato profondamente,
sarà che sono attratto dalla tragedia…».
Affascinato anche dalla sua «dannazione» per le donne? Era capace di mollare la prima al Sistina per portare Alida Chelli in Brasile… «Faceva sentire la donna con cui stava la persona più importante del mondo. Prenda la relazione con Lucia Bosé. Lui ha 27 anni, lei è malata a Milano e lui sta girando a Roma. Be’, tutte le mattine alle 6 prendeva un aereo e andava a trovarla. Faceva colazione e tornava giù. Poi AvaGardner… La donna che, secondo me, ha amato di più. Tutti dicono che fosse la Bosé, ma secondo me nella follia di Ava Gardner lui si riconosceva. Era più matta di lui. E Alida Chelli: le chiede al telefono di sposarlo, grande idea, solo che lui è in Australia. Lei gli dice di sì e lui paga un aereo perché lei lo raggiunga subito. Era anche molto generoso».
Ma è morto in miseria a 67 anni. Dissipando anche il talento.«Quando, nel 1991, è stato trovato morto nel terribile residence in cui viveva, sul conto aveva 18 milioni di lire. Eppure aveva guadagnato cifre esorbitanti. Per dire, nel ’50, per tre pose in Bellissima aveva preso 15 milioni. Sì, c’era la coca, ma il punto vero è che “dava”, era generoso. Non concordo invece sullo spreco di talento. Avrà fatto pochi film d’autore, ma lui era così, amava la rivista, il teatro, la tv. Era la sua natura».
Sembra che in Walter Chiari abbia lei ritrovato qualcosa di sé. «Il suo accento e certe sue battute mi appartengono, più di quelle di Totò, che pure mi fa morire dal ridere. Sento più vicina a me la sua sagacia da Arlecchino.
E poi dove lo trovi un bello come lui che fa il comico?».
Però lei viene dal teatro di prosa. «Io sono più Sturm und Drang, forse perché sono nato in provincia di Bergamo
e ho dentro la malinconia del Lago d’Iseo. Però Quattro matrimoni e un funerale è un mio film cult e non vivo di
solo Shakespeare». Si riconosce nel Walter Chiari tombeur de femmes?«A chi non piace sedurre? Comunque,
sì, i gesti folli li faccio anch’io, ma senza paparazzi attorno».
E il denaro? Anche lei è uno scialacquatore? «Eh no, nella mia famiglia sono tutti piastrellisti, diamo importanza pure a
pochi euro. Però sono generoso». Per curiosità, come vede le proteste in piazza, lei che prima di fare l’attore
fece per due anni il “celerino”? «Capisco le difficoltà di chi non arriva a fine mese, ma le tasse devono pagarle
tutti. E guardi che lo dicevo anche prima, quando facevo il cameriere».
(17 febbraio 2012)
http://www.kataweb.it/tvzap/2012/02/17/ ... rna-grande
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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon mingi17 » 17. Feb 2012 18:24

Chiari. Liebesaffären, Koks und Kaufrausch, aber ins Fernsehen kehrt er groß zurück

„Es war, als würde ich 10 Personen darstellen. Meine schwierigste Arbeit“ schwört Alessio Boni, der in Rai I den dem Schauspieler gewidmeten Film präsentiert.

Alessio Boni sagt, dass sich bei Walter Chiari alles um die Zahl drei dreht, die Zahl der Vermischung und der Färbung:“ Er ist geboren in Verona von apulischen Eltern, aber er wuchs in Mailand auf. Daher waren in ihm die Torheit des Veneto, die Unternehmungslust der Lombardei und die Klugheit Apuliens.

Dann, die Augen: ein wenig grau, ein wenig grün, ein wenig blau.“All das führt zu dem Schluss, dass „Chiari eine schillernde Persönlichkeit ist. Ich bin verrückt dabei geworden, ihn darzustellen, aber es hat sich gelohnt.“Man versteht es, wenn man ihn in „Walter Chiari, bis um letzten Lachen“ sieht, der Film in zwei Teilen, Regie Enzo Monteleone (In RaiUno am 26 u.27. Februar), produziert von Casanova und RaiFiction. „Ich habe überhaupt nicht versucht, ihn nachzumachen, das wäre nutzlos gewesen, ich habe nur versucht, seine Energie aufzunehmen.“ erklärt der Schaupieler „sicher, einen Teil seiner Gesten habe ich versucht, nachzumachen, zum Beispiel den schlaksigen Gang. Aber im Vergleich zu Puccini oder Caravaggio oder zum Prinzen Andrej in Krieg und Frieden, die ich als Schauspieler studiert und mir zu Eigen gemacht habe, war Chiari uneinnehmbar.

Als hätte man 10 Personen in einer vor sich: Schauspieler, Moderator, Pantomime, Witzeerzähler...ER war der erste im Fernsehen, der alle Formalismen hinter sich gelassen hat. Er brachte auf den Bildschirm, was er auf der Straße gesehen hatte und verarbeitete es aus dem Stegreif wieder. Auch die Figur des Sarchiapone wurde (Anm: ein Tier, das Chiari in einem Sketch erfunden hat) so geboren. Sich in den Schuhen des Walter Chiari wiederzusehen ist berührend...Ein bisschen zu viel, nicht wahr?

„Aber dieser Film ist nicht die übliche Hagiographie (Anm. Darstellung des Lebens eines Heiligen) über ein großes Talent, sondern die Erzählung über eine auch sehr leidvolle menschliche Geschichte. Nicht zufällig beginnt sie im Gefängnis, das 1970 einen Wendepunkt im Leben Chiaris markiert. Des Kokainhandels angeklagt wurde er für 70 Tage ins Gefängnis geworfen – in denen unter anderm sein Sohn Simone geboren wurde – und behandelt wie der schlimmste Verbrecher.“

Am Ende wurde er von der Anklage des Drogenhandels freigesprochen und für Drogenkonsum verurteilt. Aber die Klatschblätter berichteten eine Weile darüber...“Beachten Sie die Zeit. 1969 war das Attentat auf der Piazza Fontana, es war ein Klima großer Spannungen... Meiner Meinung nach fungierte Chiari als Lockvogel. All diese Frauen, der Erfolg, das Geld, das Kokain...das ließen sie ihn teuer bezahlen.“

Für seine Karriere war es ein Disaster..“ Es ist, als würde heute Brad Pitt wegen einer verleumderischen Anklage eingesperrt, so wie es damals bei ihm mit dem Kokain war. Bis zum Tag davor warst Du ein Star und am Tag danach will Dich keiner mehr. Die Rai macht Dir die Tür vor der Nase zu, das Sistina auch, Du endest als Verkäufer von Töpfen in einem Privatsender, wo du vorher die Nummer eins der Canzonissima (Anm: populäre Fernsehsendung mit Variete etc) warst, mit Ava Gardener die Welt auf den Kopf gestellt hast und die Kinder Deine Scherze imitiert haben. Dieses Drama hat mich tief berührt, mag sein, dass ich von der Tragödie angezogen werde.“

Auch von seiner „Verdammnis“ für die Frauen faszinert? Er brachte es fertig, die Premiere im Sistina zu verpassen um Alida Chelli nach Brasilien zu bringen....“ „Er brachte es fertig, die Frau, mit der er gerade zusammen war, als die wichtigste Person der Welt fühlen zu lassen. Nehemen sie die Beziehung zu Lucia Bosé. Er war 27, sie war krank in Mailand, er drehte in Rom. Gut, jeden Morgen um 6 nahm er ein Flugzeug und besuchte sie. Sie frühstückten und er folg zurück. Dann Ava Gardener... Die Frau, die er, meiner Meinung nach, am meisten geliebt hat. Alle sagen, es sei die Bosé gewesen, aber meiner Meinung nach hat er sich in der Verrücktheit Ava Gardeners wiedererkannt. Sie war verrückter als er. Und Alida Chelli: er bittet sie am Telefon, ihn zu heiraten, großartige Idee, nur dass er in Australien ist. Sie sagte ja und er zahlte ein Flugzeug, damit sie sofort zu ihm kommen konnte. Er war auch sehr großzügig.“
Aber er starb in Armut mit 67 Jahren. Er hat auch sein Talent verschwendet. „ Als er 1991 tot in der schrecklichen Wohnung, in der er lebte, gefunden wurde, hatte er auf dem Konto 18 Millionen Lire (Anm. ca. 9.300 Euro) Dennoch hat er enorme Gelder verdient. Zum Beispiel hat er in den 50ern für drei Bilder in Belissima 15 Millionen genommen. Ja, da war das Kokain, aber der eigentliche Punkt ist, dass er „gab“, er war großzügig. Ich stimme aber nicht der Verschwendung von Talent zu. Er hatte wenige Filme gemacht, aber er war so, er liebte die Revue, das Theater, das Fernsehen. Das war seine Natur.“

Es scheint, als hätten Sie in Walter Chirari etwas von sich selbst gefunden.“ Sein Akzent und gewisse seiner Scherze gehören zu mir, eher als die von Toto, über den ich mich totlachen kann. Ich fühle mich seinem Scharfsinn als Harlekin näher.Und ann, wo findet man einen Schönen wie ihn, der einen Komiker macht?“
Aber Sie kommen vom Sprechtheater. „ Ich bin mehr „Sturm und Drang“, vielleicht weil ich in der Provinz Bergamo geboren bin und in mir die Melancholie des Iseosees habe. Allerdings ist „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ einer meiner Kultfilme und ich lebe nicht nur von Shakespeare.“

Erkennen Sie sich wieder in Walter Chiari, dem Verführer? „Wem gefällt es nicht zu verführen? Jedoch, ja, die verrückten Gesten mache ich auch, aber ohne Paparazzi herum.“
Und das Geld? Sind Sie auch ein Verschwender? „Oh nein, in meiner Familie sind alle Fliesenleger, wir legen Wert auch auf ein paar Euro. Aber ich bin großzügig.“
Aus Neugier, wie sehen Sie die Proteste auf den Straßen, Sie, die Sie, bevor Sie Schauspieler wurden, zwei Jahre „Ordnungshüter“ gemacht haben? „Ich verstehe die Schwierigkeiten derer, die nicht bis zum Monatsende auskommen, aber alle müssen Steuern zahelen. Und beachten Sie, dass ich das schon früher gesagt habe, als ich noch Kellner war.“
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Beitragvon mingi17 » 17. Feb 2012 22:00

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Beitragvon mingi17 » 22. Feb 2012 12:57

http://www.casanovamultimedia.it/wp-con ... 2_2012.pdf

http://www.casanovamultimedia.it/wp-con ... 2_2012.pdf

Hier die Links zu einem Interview in der Vero TV, danke an Casanova Multimedia!
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mingi17
 
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