Interviews mit Alessio/Interviste

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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon mingi17 » 22. Feb 2012 12:58

Übersetzung Vero TV, Rest folgt, ist ellenlang das Ding

Alessio Boni wird für die Rai zum großen Schauspieler. Und mit der Guaccero...

„Wie Walter Chiari bin ich einer der letzen Romantiker: ich liebe die Frauen in einer Welt, die sie nicht respektiert!“

Romantiker. Nach Caravaggio und Puccini leiht der Schauspieler sein Gesicht einer anderen Persönlichkeit, die Talent und Qualen mischt. Und die ihn etwas gelehrt hat.
„Dank Walter Chiari habe ich verstanden, wie man eine Frau erobert: bring sie zum Lachen“
Alessio Boni, auf Rai Uno in der Rolle des Komikers, sagt: „Es gab für mich viel zu lernen von seiner Art, den Hof zu machen. Aber welche Herausforderung vom privaten Aspekt zu berichten.“

Einen Film über Walter Chiari zu realisieren bedeutet, mannigfaltige Jahrzehnte des italienischen Showbusiness zu durchqueren. Und sein abenteuerliches Leben noch einmal Revue passieren zu lassen, und seine großen Amouren bedeutet, die Bahn eines Mannes von brilliantem Talent zu beschreiben, der alles gehabt hat, der aber gegen seine Gespenster kämpfen mußte. Um ihn zu spielen wird es Alessio Boni sein, äußerst fähiger Schauspieler, der vom Theaterengagement übergeht zum Film, der so am 26. und 27.2. zur Hauptsendezeit zurückkehrt zu Raiuno und einen üppigen Walter Chiari außerhalb jeglichen Klischees bietet, einen kultivierten Mann ohne jedoch seine bescheidene Herkunft zu vergessen.

Du hast verschiedene Persönlichkeiten dargestellt, die es wirklich gab, von Caravaggio zu Puccini, bis kürzlich zu Walter Chiari: ist es ein Zufall oder eine Entscheidung?

„Ich bekomme ganz viele Vorschläge und es sind auch viele Persönlichkeiten dabei, die ich zurückgewiesen habe, wie den Richter Paolo Borsellino, den ich nicht als für mich passend finde.Grundlage für meine Entscheidungen sind gute Drehbücher und ein optimales Einvernehmen mit dem Regisseur. Viele Übereinstimmungen haben mich davon überzeugt, die Rolle des Caravaggio anzunehmen, wie die Tatsache, dass wir beide in der Lombardei geboren sind, wass wir alle beide mit 21 nach Rom gegangen sind und dass ich 39 Jahre alt war, als ich die Szene seines Todes gedreht habe; der große Maler ist wirklich in diesem Alter verstorben. Um die letzten Zweifel zu zerstreuen eine verwandte Energie und die Möglichkeit, eine bemerkenswerte physische Ähnlichkeit zu erreichen.“

Und was hat Dich hingegen dazu getrieben, die Rolle des Walter Chiari anzunehmen?

„Ich bin tief beeindruckt gewesen von seiner Kraft, von den inneren Kontrasten eines Mannes, der in Verona geboren wurde, nach Milano zog, ein schlaksiger Norditaliener mit einer ihm eigenen süditalienischen Zartheit, eine Gabe der apulischen Herkunft seiner Eltern. Ich bin geboren in Sarnico (Bergamo) und mir ist jene Art der Mailänder Komik geläufig, die von einer reichen Gestik charakterisiert ist, von der ich instinktmäßig gefühlt habe, dass sie mich näherbringen kann.“

„Mir flatterte der Puls....“

Welche Aspekte läßt Du bei seiner Figur entstehen?

„Ch. war nicht zu greifen, 30 verschiedene Persönlichkeiten in einer: Sänger, Tänzer, Imitator, Showman, Schauspieler und Showmaster. Ein Mensch, den Du nicht etikettieren kannst. Die Möglichkeit zu haben, seine private Seite zu zeigen, hat meinen Puls flattern lassen und ich erinnere mich ,dass ich mich zum Zeitpunkt des ersten Drehtags gefragt habe“Warum habe ich es akzeptiert, diese Persönlichkeit darzustellen?“ Zum Glück haben mich meine Hartnäckigkeit und meine Begeisterung veranlaßt weiterzumachen und diese neue Herausforderung zu Ende zu bringen.“

Wieviel Alessio Boni ist in Deiner Interpretation?

„Mich verbindet mit Walter die Großzügigkeit und die Haltung den anderen gegenüber. Ich mußte in seine Welt eintreten und mich mit seiner Daseinsweise auseinandersetzen: ich habe mir immer wieder alles, was man von ihm sehen kann, angeschaut, aber ich habe vor allem mit einigen Personen gesprochen, die ihm zur Seite standen, wie Alida Chell, Valeria Fabrizi und sein Sohn Simone Annicchiarico, die mir unveröffentlichte und private Aspekte enthüllt haben.“

Welches Treffen hat Dich am meisten beeindruckt?

„ Das mit seinem Sohn Simone, der nach der Scheidung der Mutter Alida Chelli zugesprochen wurde: wegen der vielen Verpflichtungen Walters konnte es geschehen, dass sich Vater und Sohn nur alle sechs Monate treffen konnten. Walter versuchte, sein Fehlen dadurch auszugleichen, dass er dem Sohn unvergessliche Erlebnisse bot, wie einen Luna Park allein für ihn öffnen zu lassen oder ihn nach Polynesien mitzunehmen.“

Welche Anekdote ist Dir am eindrücklichsten in Erinnerung geblieben?

„Simone war sehr mit der Großmutter väterlicherseits verbunden, die leider plötzlich verstarb.Aber Walter wollte die Nachricht dem Sohn in einer weniger traumatischen Weise nahe bringen und so sagte er ihm: „ Du weißt doch, wie Oma ist, sie fährt gern Motocross, nur diesmal hat sie es mit der Geschwindigkeit übertrieben, ist von der Straße abgekommen , gegen ein Werbeplakat gefahren und gestorben.“ Simone hat angefangen zu lachen und hat langsam den Tod der Großmutter verstoffwechselt. Und ausgerechnet er hat mir erklärt:“Am Anfang bist Du getroffen vor Überraschung und verstehst nicht, ob die Nachricht echt oder falsch ist, dann nimmst Du sie an und überläßt Dich den Tränen, aber es gelingt Dir, die Tragik des Ereignisses einzudämmen.“

Der Film erzählt von der Haft Walter Chiaris wegen Kokainbesitzes und – handels im Jahr 1970. Was war die dunkle Seite eines so beliebten Komikers?

„Er hatte sein altes Laster, für das heute wahrscheinlich 50 Prozent der Italiener ins Gefängnis müßten, aber er war kein selbstzerstörerischer Mensch. Er hat für seine Fehler teuer bezahlt und die Haft hat ihn hart mitgenommen. Die Rai wollte nichts mehr von ihm wissen und kein Theater erlaubte ihm, seine Vorstellungen aufzuführen. Es ist nicht leicht, aus einer derartigen Situation rauszukommen und das eigene Leben wieder in die Hand zu nehmen.“

„Er endete als Matratzenverkäufer.“
Was ist der Geist dieses Films?

„Das Leben Chiaris nach dem Ende des Erfolgs zu zeigen, indem man die Jahre Revue passieren läßt, in denen er, lang nach der Pracht von Programmen wie „Studio Uno“, gezwungen war, in den lokalen Fernsehsendern Matratzen zu verkaufen. 20 Jahre nach seinem Tod ist dies die erste Gelegenheit, sich an ihn zu erinnern.

Warum hatte er Erfolg bei den Frauen?

„Er war imstande, Menschen sich als die wichtigsten der Welt fühlen zu lassen. Er war romantisch, aber er verstand es, einen zum Lachen zu bringen. Und er war ein schöner Mann.“

Meinst Du, dass Du etwas mit ihm und seiner Art, bei Frauen Erfolg zu haben, gemein hast?

„Ich habe viel zu lernen. Ich bin mit zwei sehr charismatischen Frauen aufgewachsen, wie meine Mutter und meine Großmutter, die mir den Respekt für das schwache Geschlecht beigebracht haben. Die Frauen werden mit weißen Handschuhen behandelt, was es ihnen erlaubt, unbeschwert in ihrer Paarbeziehung zu leben, ohne Zweifel oder Zurückhaltung. Ich wäre gerne noch romantischer als ich bin, aber heute, wenn Du Deiner Frau die Autotür öffnest, dann schauen die Leute Dich seltsam an...“

Bianca Guaccero stellt Valeria Fabrizi dar, die beste Freundin Walter Chiaris: wieviel zählt Freundschaft zwischen Mann und Frau Deiner Meinung nach?

„Valeria und Walter sind miteinander aufgewachsen: sie war die Schwester, die er nie gehabt hat. Die Freundschaft zwischen Mann und Frau ist möglich und impliziert keine physische Anziehung. Meine beste Freundin Beatrice stellt für mich einen wichtigen Bezugspunkt dar und gibt mir die Möglichkeit, mich ohne gefühlsmäßige Betroffenheit dem weiblichen Standpunkt gegenüberzustellen.“

„Auf dem Set haben sie mich geknuddelt/verwöhnt“

Hat die Schauspielkunst Dir geholfen, die Gefühle in Deinen Liebesgeschichten besser handzuhaben?

„Sie hilft Dir bei nichts in Deinem Privatleben, denn die Liebe hat nichts, auf das Du mit dem Geist sehen oder was Du am Tisch planen kannst. Die Liebe fordert alles und sie hat das Recht, das zu tun.“

Wie fandest Du es, mit Bianca Guaccero zu arbeiten?

„Ich habe mich sehr verwöhnt und beschützt gefühlt, umgeben von Schauspielerinnen wie Bianca, Caterina Missasi (als Lucia Bosè) und Dajana Roncione (Aida Chelli). Ich habe die Irone von Bianca geliebt, die am letzen Drehtag mit einem Geschenk für alle Männer präsentiert hat: von unmöglichen Schlüpfern mit absurden Mustern bis zu Bienen und Marienkäfern.“

„Ich werde ein unvorhersehbarer Odysseus sein“

Kino, TV und Theater – wo fühlst Du Dich am wohlsten?

„Ich ziehe die Qualität eines Projekt im Vergleich zum Zielort vor. Mir gefällt es, herumzustreifen, je nachdem, was das Herz mir sagt.“

Was fehlt in Deinem beruflichen Gepäck?

„Ich möchte mich in einer Theaterversion von „Schuld und Sühne“ versuchen, vielleicht mit jungen Schauspielern.

Welche Programme verfolgst Du gern im Fernsehen?

„Es kann mir passieren, dass ich das Fernsehen monatelang nicht einschalte. Ich schaue gerne Programme wie „Die Geschichte sind wir“ oder „Report“ und hin und wieder verfolge ich große Ereignisse...die kürzliche Teilnahme meines Freundes Rocco Papaleo bei letzten Festival von Sanremo“

Welches sind Deine nächsten beruflichen Engagements?
„Ich werde Odysseus sein, in einer Fernsehversion der Odyssee, die von der klassischen abrückt.“
Der Film, der Walter Chiari gewidmet ist, endet mit seinem Tod, weit weg von den ihm nahestehendn Menschen. Welches Verhältnis hast Du zur Einsamkeit?

„Der Beruf des Schauspielers bringt Dich dazu, mit Dir selbst allein zu sein: wenn Du für Monate im Ausland bist, ist es unmöglich, dass Deine Partnerin für so lange Zeit bei Dir sein kann. Ich bin ein Mensch vom See und bin von Natur aus ein Melancholiker, der schon immer daran gewöhnt ist, allein sein zu können. Manchmal genehmige ich mir eine Pause und reise durch die Wüste mit meinem Motorrad, und halte von Zeit zu Zeit an, um die Stille zu hören. Und das ist ganz einfach herrlich.“

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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon mingi17 » 24. Feb 2012 08:27

Interview Vanity Fair, teilweise identisch mit dem Link zum Gespräch mit Fiamma. Den Text habe ich bereits, ich hoffe, ich kriege noch die Seiten zum Reinstellen.
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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon mingi17 » 24. Feb 2012 08:27

Interview Vanity Fair deutsch
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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon gaby » 18. Mär 2012 08:29

Interview von Juli/August 2011,aber ich denke ,dass wir nich nicht haben
Alessio Boni N.72 Luglio/Agosto 2011

"Quarantacinque anni? È una bella età per diventare papà"

ALESSIO BONI



di Elena Del Duca

alessio boni.jpgMetti una sera d'estate, un palcoscenico sotto le stelle e, al centro, sotto i riflettori, uno degli attori più bravi e premiati del cinema italiano: Alessio Boni. Sarà lui il protagonista di "Caravaggio. Nero d'avorio", tra gli spettacoli di punta di Fantastiche Visioni, la stagione teatrale diretta da Giacomo Zito, che animerà Ariccia (RM), città del Gran Tour amata da Goethe e Gogol, fino al 5 agosto. Nata da un'idea del direttore del Teatro Bonci di Cesena, Franco Pollini, per la regia di Gabriele Marchesini e testi di Massimo Pulini, la messa in scena "infuocherà" la suggestiva atmosfera del borgo progettato da Gian Lorenzo Bernini. Insomma, dopo aver impersonato personaggi romanzeschi, come il tormentato Heathcliff in Cime tempestose o il carismatico Principe Andrej in Guerra e Pace, e altrettanti personaggi storici, come l'elegante Giacomo Puccini, Boni non smette di vestire i panni del genio Michelangelo Merisi detto Caravaggio. La scelta dei ruoli, l'amore per la commedia, i viaggi umanitari, il rapporto con le fans e, ciliegina sulla torta (di compleanno!), un desiderio speciale per i suoi quarantacinque anni, che non dimostra affatto. Si alzi il sipario: ecco a voi la vera anima di Alessio Boni.


ALESSIO... WHAT'S UP?


Ciao Alessio, "Caravaggio. Nero d'avorio" approda a Fantastiche Visioni, dopo una stagione teatrale di successo. Perché "Nero d'avorio"?

"Nero d'avorio" perché pochi sanno, ad eccezione di chi ha studiato storia dell'arte, che durante il Rinascimento i colori si ricavavano dagli elementi della natura. Michelangelo Merisi da Caravaggio è diventato famoso perché dietro ai personaggi che ritraeva, faceva degli sfondi molto scuri, opachi, ma non erano neri, neanche marroni, erano di un nero d'avorio. E sai come lo faceva?

Come?

Bruciava a fuoco lento ossa di animali e, mischiando quella polvere con l'olio, otteneva quel colore. Ci sembrava bello chiamare lo spettacolo così perché era rappresentativo dello "scuro" di Caravaggio. Lui aveva questa peculiarità, ossia questo colore che era indefinibile.

Quale differenza c'è tra il Caravaggio televisivo, che tu stesso hai interpretato, e quello che porti sulla scena in teatro?

Spero nessuna. Sempre di lui si tratta. L'unica cosa è che in "Nero d'avorio" sono in mezzo a grandi musicisti, insieme andiamo a braccetto: io leggo e loro mi accompagnano. alessio boni 2.jpg

Quale potrebbe essere, per te, una "fantastica visione"?

La natura è sempre fantastica, come visione. Mi viene in mente il cielo che ride. Su Internet ho beccato una foto di tre gabbiani in volo: i due in alto sono gli occhi, quello in basso che sta planando è la bocca, sembra di vedere un volto nel cielo, ed è la natura che parla.

Bellissima e poetica. Sul tuo sito ufficiale, a proposito, si legge: "Un attore ha il dovere di affermare il pieno significato della vita". Cosa vuol dire?

Vuol dire che bisogna sperimentare ogni cosa che la vita ti pone davanti, non bisogna mai dare nulla per scontato, soprattutto per una persona che vuole fare il mio mestiere, la quale non può non incuriosirsi su qualcosa che non sa, o sull'ignoto, e di certo non può sapere esattamente cosa c'è dietro l'angolo. Bisogna scavare, conoscere che cosa fa parte dell'essere umano, ed è di quello che l'attore parlerà nella sua interpretazione. Ma pure inventare poesia, poetica, scrittura, psicologia... di tutto, per poterlo poi rappresentare. Poiché la natura è veramente complessa e completa, rispetto all'essere umano, ci si deve calare dentro il più possibile. Se hai vita e non hai vissuto, cosa porti?

Hai sostenuto "4 sì" ad una consultazione referendaria di portata storica. Perché?
Non è una questione di coscienza ma di scienza. Basta rendersene conto che le scorie radioattive fanno male, non sanno ancora come stoccarle, sono vuoto a perdere. Poi, è assurdo che poche persone, anche se sono ad alti livelli governativi, siano esenti da tutte le leggi mentre il resto dei cittadini non lo sono. La legge è uguale per tutti. Qualsiasi persona che si metteva lì a ragionare un attimo con la propria testa, arrivava a pensare che ai referendum bisognava scegliere quattro "sì".

In Tutti pazzi per amore 2 hai interpretato la parte dell'ornitologo Adriano, un ruolo da commedia brillante. Ti piacerebbe ripetere un'esperienza simile?

Assolutamente sì, basta che me la propongano! Amo sperimentare e mi piace molto la commedia che, fatta in un certo modo, è di altissima qualità. Mi ricordo quando sperimentò se stesso Vittorio Gassman, con tutto il rispetto e la doverosa distanza che c'è tra me e Gassman, ovviamente non c'è nessun paragone...

Modesto!

Gassman veniva dal teatro, quello tragico. Tutti erano un po' annichiliti, straniti perché si cimentava in qualcosa di diverso, invece poi ha fatto una carriera comica strepitosa. Se ci fosse una commedia di denuncia, mi piacerebbe moltissimo interpretarla.

Alessio, hai interpretato molti ruoli: qual è quello che ti manca?

(Ci pensa un po'...) Oramai è passato, però mi sarebbe piaciuto interpretare Raskol'nikov di Delitto e Castigo (il protagonista del romanzo di Fëdor Dostoevskij, ndr) ma non sono più studente e ormai non lo posso più fare! Poi non so... Quando scelgo un ruolo non guardo mai alla carriera ma a qualcosa che mi colpisce.

Cambiamo argomento. Nel 2008, un sondaggio televisivo tra il pubblico femminile ti ha nominato come l'attore più sexy e desiderato dalle donne, con il 60% delle preferenze, davanti a Raoul Bova e a Fabio Volo...

Ho pagato un sacco di soldi... è per questo che ho vinto! (Risate) Mi sono svenato!

Ok, ma non è finita qua! Sul tuo sito ufficiale c'è anche la tua mail: rispondi direttamente alle fans? E cosa ti chiedono?

Sì, e mi chiedono di tutto!

Dettagli, please.

Alcune e-mail le cancello immediatamente perché non hanno senso di esistere... con alcune fans invece altre ci dialogo da tempo, anzi da anni. È interessante perché è il termometro della gente, delle persone che magari non riesco a frequentare tutti giorni. Quindi cerco poi di adeguarmi tentando di capire cosa vogliono adesso. Il pubblico
di oggi è diverso da quello di dieci o di trent'anni fa, cambia in continuazione. Quale migliore analisi se non confrontarsi direttamente?

Alessio, l'interpretazione di Caravaggio ti è valsa il Miami Awards 2010 come Miglior attore, ma è solo uno dei più recenti riconoscimenti. Durante la tua lunga carriera hai ricevuto più di trenta premi (li ho contati!): a casa ti sei fatto costruire una bacheca su misura?

(Ride) Li ho passati in libreria! A volte non so neanche dove sono, dietro un libro o ad altre cose, però è divertente scovarli.

Sostieni da tempo le cause dell'UNICEF e lo scorso ottobre scorso sei stato in Madagascar a bordo si una moto. Il prossimo viaggio quale sarà?

Penso che andrò ad Haiti a vedere com'è la situazione post-terremoto perché è ancora grave. Mi piacerebbe fare un documentario e riportarlo agli italiani per far capire cosa c'è laggiù. Altrimenti, dopo i primi mesi di attenzione mediatica, la gente dimentica.

Domanda a risposta multipla. Hai appena compiuto quarantacinque anni (il 4 luglio). È l'età giusta per:

1.

diventare papà
2.

darti alla regia
3.

per girare un altro film in costume?

(Risponde deciso) Penso diventare papà, è importante.

Bene, allora doppi auguri! Progetti futuri? Sei sul set. A cosa stai lavorando?

Sto girando un film sulla vita di Walter Chiari che uscirà a dicembre in due puntate su Raiuno poi, a parte le varie letture di "Caravaggio. Nero d'avorio" in giro per l'Italia, riprenderò "ART", una commedia teatrale con Alessandro Haber e Gigio Alberti con la regia di Giampiero Solari. Siamo tre amici in scena e be'... non ti dico nulla perché devi venirlo a vedere!

Ok! Per concludere, lascia un messaggio ai lettori di What's Up!

Cercate di diventare persone di valore, e non per forza di successo, nel campo che scegliete, qualsiasi esso sia. In bocca al lupo!

http://www.portup.net/content/view/12603/47/
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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon mingi17 » 21. Mär 2012 08:49

http://www.facebook.com/media/set/?set= ... 450&type=3

Franca - mille grazie, sei un angelo - hat mir den Text des Interviews aus "Civiltà del bere" zur Verfügung gestellt, Facebook-Nutzer können unter obigem Link es vielleicht sehen. Es ist von einer Kopie, die Bilder sind also leider nicht zu sehen. Den Text werde ich als Übersetzung reinstellen.

Civilta del bere 1.jpg
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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon mingi17 » 21. Mär 2012 09:05

Übersetzung Civiltà del bere
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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon mingi17 » 28. Mär 2012 15:54

http://incamminodialogando.blogspot.de/ ... essio+Boni

hier ist ein Link zu drei Interviews mit Alessio; ich bin mir zwar sicher, dass wir sie haben, aber es kann nie schaden, den Link zu konseriveren
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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon gaby » 4. Apr 2012 18:51

Alessio Boni, “dico no al vincolo del matrimonio perché…”
4 aprile 2012 By TEMPI&MODI in Verba volant Tags: amore, cinema, matrimonio, regole, tv Lascia un commento

Alessio Boni protagonista de La fuga di Teresa, per la regia di Margarethe Von Trotta, in onda il 10 aprile su Raiuno, interpreta Stefano un marito ossessivo causa del suicidio della moglie. Ma nella vita privata, confida a GIOIA in edicola domani, è tutt’altro che possessivo: “Sono sanissimo, da questo punto di vista. Educato a essere adolescente imbranato. Di quelli che si fissavano su una ragazza e non si accorgevano se erano o no ricambiati. Quindi mandato al diavolo. Crescendo ho aggiustato il tiro e ho imparato a rispettare e ascoltare le donne”.

Nonostante ciò il matrimonio è un progetto che non prende in considerazione: “Non tollero il contratto perché amo troppo, non troppo poco. L’amore trascende i lacciuoli. Non ha bisogno della legge per proteggersi e tutelarsi. Io e la mia donna abbiamo le nostre regole e valgono di più, proprio perché ce le siamo fatte noi”.

Boni ricorda con nostalgia l’età dell’innocenza, quando da bambino urlava “Sono il re del mondo!”. Quello che mi piaceva di più era una sensazione di onnipotenza, appagante e immotivata: non sapevo ovviamente cosa mi sarebbe successo, ma ero sicuro che sarebbe stato tutto bellissimo. Mi destabilizza l’eccessiva velocità di oggi. Troppa frenesia ci fa consumare tutto, non ti rimane nulla nel cuore. Un po’ della dolce lentezza di quell’età età dell’innocenza ogni tanto ho bisogno di ritrovarla. Quando non sono sul set, vivo in campagna, in Toscana. Ero un ragazzo di campagna. E così sono rimasto».

(Si ringrazia Hearts Magazines Italia, foto da lanostratv.it)

http://tempiemodi.com/2012/04/04/alessi ... io-perche/
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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon gaby » 9. Apr 2012 21:21

Alessio Boni: La mia donna non è una bambola di porcellana

Giovedì, 5 aprile 2012 12:18

Mettersi nei panni di un marito che segrega in casa la moglie per paura del successo di lei, come ha fatto nell’ultimo film, gli ha confermato un’intuizione: gli uomini fragili hanno bisogno di compagne perfette, da mettere in vetrina per ricavarne sicurezza. E guai se loro cercano di allontanarsi. Lui invece dialoga, ascolta, rispetta la libertà altrui e soprattutto ama senza contratto. Di matrimonio

di Erica Arosio - foto Fabrizio Cestari

Me lo ricordo bene quando a dieci anni mi sentivo grande e con tutta la vita davanti. Ero un bambino che correva a perdifiato con la sua bicicletta per i prati, intorno al mio paesino sul lago. E anch’io, come DiCaprio nel Titanic gridavo: “Sono il re del mondo!”. Di un mondo che mi aspettavo enorme e che esplodeva nella mia testa di ragazzino. Quello che mi piaceva di più era una sensazione di onnipotenza, appagante e immotivata: non sapevo ovviamente cosa mi sarebbe successo, ma ero sicuro che sarebbe stato tutto bellissimo». Alessio Boni con la sua barba folta (in questo momento è Ulisse, in una serie prodotta da Arté che in Italia arriverà su RaiUno), sorride rivedendosi bambino. In quella che definisce «la mia età dell’innocenza». Ci pensa spesso, facendo Ulisse, perché anche quella era un’età dell’innocenza. «Gli uomini agivano senza responsabilità. Non era male no? Era sempre colpa di qualche dio che tramava o che ce l’aveva con te. Minerva ti metteva i bastoni fra le ruote e Venere ti faceva perdere la testa. E tu, eroe beato, vivevi nell’inconsapevolezza». Lui, Alessio, di un po’ di inconsapevolezza sentiva il bisogno, dopo avere girato assieme a Stefania Rocca La fuga di Teresa, un film per la tv diretto da Margarethe von Trotta, che fa parte di un ciclo, Mai per amore, con al centro un tema scottante, quello della violenza degli uomini sulle donne. Non la violenza più appariscente e facile da individuare, ma quella più sottile e malata che diventa alla fine la più pericolosa, così subdola e insinuante.

Dunque, la complessità delle relazioni ci impedisce di andarcene per il mondo felicemente irresponsabili, come Ulisse.
E per fortuna. Solo che, da attori, noi ci immergiamo nelle storie e finiamo per crederci, almeno finché siamo sul set. Altrimenti non potreste crederci neppure voi, quando ci guardate.

Il marito che lei interpreta nel film è un uomo apparentemente perfetto.
Stefano, un cardiochirurgo bello, ricco, affermato, con una famiglia meravigliosa. Ma il film parte dal dopo: dalla fuga della figlia più grande, Teresa, che cerca di capire perché la madre si sia suicidata. E perché abbia abbandonato una brillante carriera manageriale, vinta dalla depressione che l’aveva tenuta prigioniera in casa per due anni. Prima del gesto autodistruttivo.

Noi capiamo abbastanza presto che la colpa è di Stefano.
Sa che non è facile interpretare questi ruoli? La realtà è più sfumata di come appare.

Sta difendendo il suo personaggio?
No, ma l’ho vissuto come un uomo malato. Malato di troppo amore, ferito.

Non sia indulgente.
Ci sono meccanismi che imprigionano le coppie: solo se ti allontani e le guardi dall’esterno puoi capirne la negatività e intervenire.

Ha chiesto aiuto a qualcuno per entrare nel ruolo di quest’uomo ossessivo?
Ho parlato a lungo con uno psichiatra. Il protagonista del film ha il terrore di perdere la donna che ama. Perché la ama e ne è riamato, ma è incapace di vivere in modo autonomo quel sentimento. Parlando con lo psichiatra ho capito che queste situazioni sono molto più frequenti di quanto si pensi, anche se non tutte per fortuna arrivano ai limiti estremi. Il successo della moglie, le sue assenze per lavoro lo lacerano. Non riesce a sopportarle e arriva al punto di segregarla in casa, di imbottirla di psicofarmaci, perché percepisce ogni assenza di lei come un rifiuto.

La spegne e lei accetta. Fino a morirne, nell’ultimo atto di impossibile ribellione.
Non usi questo termine: le donne in queste situazioni non accettano. Subiscono, in lotta fra l’amore che continuano a provare per lui e l’incapacità di liberarsene.

Le considera un po’ complici?
Solo in casi estremi, nei rapporti sadomaso, non è il caso del film. Stefano è malato. Ho cercato di comprendere la sua fragilità. Non puoi interpretare un personaggio senza trovare la sua umanità.

Perché un uomo si comporta così? Lei si è dato una risposta?
Per fragilità e paura. Per una frustrazione antica. Per anaffettività che spinge a buttarsi sul lavoro e a non ascoltare nient’altro. Ci sono quelli che si imbarazzano a spogliarsi. E allora hanno bisogno di mogli di porcellana, che tengono sotto vetro, come cristalli preziosi. Donne a disposizione sempre perfette, ben vestite e ben pettinate, più da esibire per trarne sicurezza che da amare.

Ha mai dovuto fare i conti con questo bisogno stravolto di possesso?
Sono sanissimo, da questo punto di vista. Educato a essere adolescente imbranato. Di quelli che si fissavano su una ragazza e non si accorgevano se erano o no ricambiati. Quindi mandato al diavolo.

A poco a poco ha imparato però.
Sì, ho aggiustato il tiro e ho imparato a rispettare e ascoltare le donne. E poi sono morbido.

Ma le donne non preferiscono i duri?
Prego, accomodatevi da un’altra parte. Io interagisco, credo nella libertà reciproca.

Infatti non vuole sposarsi.
Ah, questo è tutto un altro discorso. Potrei anche farlo.

Ma?
Se uno ci crede, per carità. Ho anche un fratello sacerdote, sarebbe ancora più semplice. Però no, grazie.

Ce lo spiega?
Non tollero il contratto perché amo troppo, non troppo poco. L’amore trascende i lacciuoli. Non ha bisogno della legge per proteggersi e tutelarsi. Io e la mia donna abbiamo le nostre regole e valgono di più, proprio perché ce le siamo fatte noi.

Lei è reduce dal successo della miniserie su Walter Chiari.
Che uomo!

Anche lui aveva un rapporto con le donne a sua immagine e somiglianza.
Chissà, anche lì forse per troppo amore. Mi è servito molto studiarlo, riguardarmi le sue interpretazioni su YouTube. Questo Peter Pan scaltro e fragile, questo guitto generoso e travolgente. Ma lo sa che lavorare sul passato mi intenerisce?

Scusi, ma lei ha solo 45 anni: tutta questa nostalgia?
Solo per la lentezza. Mi destabilizza l’eccessiva velocità di oggi. Troppa frenesia ci fa consumare tutto, non ti rimane nulla nel cuore. Capisco la mia mamma quando mi dice: «Ma lo sai che noi ci mettevamo una giornata a prendere un litro di latte?». Uscivano di casa col carretto trainato dall’asino alle otto e tornavano a mezzogiorno. Più comodo il supermercato, molto meglio il riscaldamento e la lavatrice, però un po’ della dolce lentezza di quell’età età dell’innocenza ogni tanto ho bisogno di ritrovarla.

Ci riesce?
Quando non sono sul set, vivo in campagna, in Toscana. Faccio passeggiate nei boschi. Sono uomo d’andamento lento. Guardo le aquile che volano sulle montagne. Appena posso vado a cercare le tartarughe che snidano. Trovo così triste che un bambino di oggi non abbia mai visto nascere un pulcino.

Lei sì?
Certo! Ero un ragazzo di campagna. E così sono rimasto.

OGNI DUE GIORNI NE CADE UNA
Le cifre le conosciamo, ma conviene ripeterle, perché gli uomini che odiano le donne le uccidono: 127 l’anno scorso, già 46 quest’anno. E i responsabili sono mariti, ex consorti, conviventi, insomma i maschi che dovrebbero avere cura di loro. Anche la crisi economica che accresce lo stress, scaricato soprattutto sulla figura femminile, ha accentuato i contorni del fenomeno. Le cifre dell’Istat sono ferme al 2007. E raccontano che, in Italia, una donna su tre, ha subìto nella sua vita l’aggressività di un uomo: eppure nella quasi totalità dei casi non denuncia il fatto. Un terzo delle vittime è oggetto di violenza fisica e sessuale.
Il 21 per cento ha sofferto maltrattamenti in famiglia o fuori, il 22,6 solo dal partner, il 56,4 solo da altri uomini. Sette milioni e 134mila donne sono state vittime di violenza solo psicologica, un milione e 42mila anche fisica o sessuale.
Un milione e 400mila infine hanno sofferto per una violenza sessuale prima dei 16 anni. S.R.
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Re: Interviews mit Alessio/Interviste

Beitragvon mingi17 » 9. Apr 2012 21:26

Meine Frau ist keine Porzellanpuppe

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Sich in die Rolle eines Mannes zu versetzen, der seine Frau zu Hause absondert aus Angst vor ihrem Erfolg, wie er es im letzten Film gemacht hat, hat ihm den Eindruck bestätigt: die zerbrechlichen Männer brauchen perfekte Partnerinnen, um sie zur Schau zu stellen und dadurch Sicherheit zu bekommen. Und Gott bewahre, wenn sie versuchen zu entkommen. Er hingegen redet, hört zu, respektiert die Freiheit des anderen und vor allem liebt er ohne Vertrag. Über die Ehe.

„Ich erinnere mich gut, weil ich mich mit 10 Jahren großartig fühlte mit dem ganzen Leben vor mir. Ich war ein Kind, das in rasender Geschwindigkeit durch die Wiesen fuhr, in meinem Dorf am See. Und auch ich, wie DiCaprio in „Titanic“ schrie: „ Ich bin der König der Welt!“. In einer Welt, die ich mir riesig vorstellte und die in meinem Jungenkopf explodierte. Das was mir am meisten gefiel war ein Gefühl von Allmacht, befriedigend und unbegründet: natürlich habe ich nicht gewußt, was mit mir geschehen würde, aber ich war mir sicher, alles wäre schön.“ Alessio Boni mit seinem buschigen Bart (Im Moment ist er Odysseus, in einer von Arte produzierten Serie, die in Italien auf Rai Uno ausgestrahlt wird) lächelt, als er sich als Kind wiedersieht. In dem, was er als sein „Alter der Unschuld“ bezeichnet. Er denkt oft daran, wähend er den „Odysseus“ dreht, denn auch das war eine Zeit der Unschuld. „Die Menschen handelten ohne Verantwortung. Das war nicht schlecht, oder? Es war immer die Schuld von irgendeinem Gott, der Ränke geschmiedet oder es Dir auferlegt hatte. Minerva wirft Dir Knüppel zwischen die Beine, Venus läßt Dich den Kopf verlieren. Und Du, glücklicher Held, lebst in Unbewußtheit.“ Er, Alessio, fühlte das Bedürfnis nach ein bisschen Unbewußtheit, nachdem er mit Stefania Rocca „La Fuga di Teresa“ gedreht hatte, einen Film für das Fernsehen, unter der Regie von Margarethe von Trotta, der Teil eines Zyklus „Mai per amore“ ist, im Zentrum ein heißes Thema, das von Gewalt von Männern gegen Frauen. Nicht die ganz offensichtliche und leicht zu erkennende Gewalt, sondern die subtilere und krankere, die am Ende zur gefährlichsten wird, so heimtückisch und einschmeichelnd.

Demnach hindert uns die Komplexität der Beziehungen daran, glücklich verantwortungslos in die Welt hinauszugehen wie Odysseus.

„Und zum Glück. Außer dass wir als Schauspieler in die Geschichten eintauchen und letztendlich daran glauben, zumindest so lange wir am Set sind. Sonst könnten nicht einmal Sie es glauben, wenn Sie es anschauen.“

Der Ehemann, den Sie im Film verkörpern, ist ein anscheinend perfekter Mann.

„Stefano, ein schöner, reicher, erfolgreicher Herzchirurg, mit einer wunderbaren Familie. Aber der Film beginnt mit Folgendem: mit der Flucht der größeren Tochter, Teresa, die zu verstehen versucht, warum die Mutter Selbstmord begangen hat. Und warum sie eine brilliante Mangerkarriere aufgegeben hat, besiegt von der Depression, die sie zwei 2 Jahre lang im Haus gefangen gehalten hatte. Vor der selbstzerstörerischen Tat.“

Wir verstehen ziemlich schnell, dass es die Schuld von Stefano ist.

„Wissen Sie, dass es nicht leicht ist, diese Rolle darzustellen? Die Wirklichkeit ist nuancierter als es scheint“.

Verteidigen Sie jetzt Ihre Person?

„Nein, aber ich habe ihn erfahren wie einen kranken Menschen. Krank von zu viel Liebe, verletzt.“

Seien Sie nicht nachsichtig.

„Es gibt Mechanismen, die die Paare gefangensetzen: nur wenn Du Dich entfernst und sie von außen betrachtest, kannst Du das Negative daran erkennen und einschreiten.“

Haben Sie irgendjemanden um Hilfe gebeten,um in die Rolle dieses obsessiven Menschen einzutreten?

„Ich habe lang mit einem Psychiater gesprochen. Die Hauptperson des Filmes erlebt den Schrecken, die Frau zu verlieren, die er liebt. Weil er sie liebt und wiedergeliebt wird, aber unfähig ist, in selbständiger Weise mit diesem Gefühl zu leben. Im Gespräch mit dem Psychiater habe ich verstanden, dass diese Situationen viel häufiger vorkommen als man denkt, auch wenn glücklicherweise nicht alle an den extremen Grenzen ankommen. Der Erfolg der Frau, ihre Abwesenheit der Arbeit wegen zerreißen ihn. Er kann es nicht ertragen und kommt an den Punkt, wo er sie im Haus absondert, sie mit Drogen vollstopft, weil er jede Abwesenheit ihrerseits wie eine Ablehung wahrnimmt.“

Er löscht sie aus und sie akzeptiert. Um am Schluss daran zu sterben, als lezten Akt einer unmöglichen Rebellion.

„Benutzen Sie nicht diesen Begriff: die Frauen in diesen Situationen akzeptieren nicht. Sie ertragen es, im Kampf zwischen der Liebe, die sie weiterhin für ihn empfinden, und der Unfähigkeit, sich zu befreien.“

Sie halten Sie ein wenig für Komplizen?

„Nur in extremen Fällen, in sadomasochistischen Beziehungen, was im Film nicht der Fall ist. Stefano ist krank. Ich habe versucht, seine Brüchigkeit zu verstehen. Du kannst eine Person nicht darstellen ohne ihre Menschlichkeit zu finden.“

Warum sollte ein Mann so etwas tun? Haben Sie eine Antwort bekommen?

„Aus Schwäche und Angst. Durch eine alte Frustration. Durch Gefühlsarmut, die ihn dazu bringt, sich in die Arbeit zu stürzen und nichts anderes zu hören. Da sind jene, die es verlegen macht, sich zu entkleiden. Und dann brauchen sie Frauen aus Porzellan, die sie unter Glas halten, wie kostbare Kristalle. Frauen, die zur Verfügung stehen, perfekt, gut gekleidet und gut frisiert, mehr um sie vorzuführen und daraus Sicherheit zu bekommen als um sie zu lieben.“

Haben Sie sich je mit diesem verdrehten Bedürfnis nach Besitz auseinandersetzen müssen?

„In dieser Hinsicht bin ich absolut gesund. Ich bin dazu erzogen worden, ein tollpatschiger Teenager zu sein. Einer von jenen, die ein Mädchen anstarrten und nicht merkten, ob das erwidert wurde oder nicht. Und dann zum Teufel geschickt.“

Aber nach und nach haben Sie gelernt warum.

„Ja, ich habe mich darauf eingeschossen und habe gelernt, die Frauen zu respektieren und ihnen zuzuhören. Und dann sind sie nachgiebig.“

Aber ziehen Frauen nicht die Harten vor?

„Sehen Sie das bitte aus anderer Sicht. Ich interagiere, ich glaube an die gegenseitige Freiheit.“

Sie wollen in der Tat nicht heiraten.

„Ah, das ist etwas ganz anderes. Ich könnte es auch tun.“

Aber?

„Wenn jemand daran glaubt, ich bitte Sie! Ich habe auch einen Bruder, der Priester ist, es wäre noch einfacher. Aber nein danke.“

Können Sie das erklären?

„Ich toleriere den Vertrag nicht, weil ich zu sehr liebe, nicht zu wenig. Die Liebe übersteigt die Fallstricke. Sie braucht die Gesetze nicht, um sich zu schützen und sichern. Ich und meine Frau wir haben unsere Regelen und die sind mehr wert, gerade weil wir sie für uns gemacht haben.“

Sie haben gerade den Erfolg mit der Miniserie über Walter Chiari hinter sich.

„Was für ein Mann!“

Auch er hatte eine Beziehung zu den Frauen in seinem Bild und Ähnlichkeit.

„Wer weiß, vielleicht auch da durch zu viel Liebe. Es half mir viel, ihn zu studieren, mir seine Interpretationen auf YouTube immer wieder anzuschauen. Dieser schlaue und zerbrechliche Peter Pan, dieser großartige und überwältigende Schmierenkomödiant. Aber wissen Sie das, dass mich die Arbeit an der Vergangenheit berührt?“

Entschuldigen Sie, aber sie sind erst 45 Jahre alt: all diese Nostalgie/Sehnsucht?

„Nur nach der Langsamkeit. Mich destabilisiert die überhöhte Geschwindigkeit von heute.
Zu viel Raserei läßt uns alles verbrauchen, es bleibt Dir nichts im Herzen. Ich verstehe meine Mutter, als sie mir sagte: „ Aber Du weißt, dass wir einen Tag brauchten um einen Liter Milch zu bekommen?“ Sie gingen um acht aus dem Haus mit einem Karren, der von einem Esel gezogen wurde und kehrten um die Mittagszeit zurück. Der Supermarkt ist viel bequemer, die Heizung und ie Waschmaschine weil besser, aber ein bisschen von der süßen Langsamkeit jener Zeit, der Zeit der Unschuld, ab und zu muss ich sie wiederfinden.“

Gelingt es?

„Wenn ich nicht auf dem Set bin, lebe ich auf dem Land, in der Toskana. Ich mache Spaziergänge im Wald. Ich bin ein Mensch des langsamen Ganges. Ich beobachte die Adler, die über die Berge fliegen. Sobald ich kann gehe ich die Schildkröten suchen, die sich aufstöbern. Ich finde es so traurigen, dass ein Kind von heute nie gesehen hat, wie ein Küken schlüpft.

Sie schon?

„Sicher! Ich war ein Kind vom Land. Und das bin ich geblieben.“
Händeringen hält einen nur davon ab, die Ärmel aufzukrempeln.
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