Filmtipps DVD

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Re: Filmtipps DVD

Beitragvon Sweety » 8. Mär 2011 23:43

(zitiert aus der Oberösterreichischen Nachrichten Artikel
04. Dezember 2009
Von Lukas Luger) http://www.nachrichten.at/freizeit/kino ... 975,303937

„Whatever Works“: (USA 2009, 92 Min.), Regie: Woody Allen (Moviemento OmU, Cineplexx, Megaplex)

OÖN Bewertung:

Am Beginn von „Whatever Works“ steht ein kräftiger Tritt in die Weichteile der politischen Korrektheit. Waffennarren, die Medien, sämtliche Weltreligionen, ja die ganze hirnlose, barbarische menschliche Zivilisation bekommt in einem furiosen Monolog von Boris Yellnikoff (herrlich präpotent: Larry David) ihr Fett weg.

Der brillante Quantenphysiker im Vorruhestand ist ein typischer Charakter des filmischen New Yorker Universums von Woody Allen, in das der Regisseur mit seinem neuen Film endlich wieder zurückkehrt: So exzentrisch wie neurotisch suhlt sich diese Ausgeburt an Misanthropie nicht nur genüsslich in seinem Weltschmerz, sondern hegt gleichzeitig einen starken Genieverdacht gegen sich selbst. Kurz, ein Arschloch wie aus dem Bilderbuch.

Die raue Schale bricht

Als Boris durch Zufall auf die eher einfach gestrickte Südstaaten-Schönheit Melody (Evan Rachel Wood) trifft, gerät sein erbärmliches, von anderen Menschen abgeschottetes Leben zusehends aus den Fugen. Mit bauernschlauer Unbedarftheit und ihrer lebensbejahenden Einstellung bricht die junge Frau die raue Schale des zynischen, vom Leben schwer enttäuschten Cholerikers. Wider alle Bedenken ihrer Umwelt verlieben sich die beiden, werden ein Paar und heiraten sogar.

Doch mit diesem vermeintlichen Happy End kommt das Allen‘sche Beziehungsroulette erst so richtig in Schwung. Denn plötzlich steht Melodys Mutter, gespielt von Patricia Clarkson, eine bigotte Schnapsdrossel aus der Vorstadt-Spießerhölle, vor der Tür. Und die hat für ihr geliebtes Töchterchen nun wirklich andere Pläne, als sie einem vierzig Jahre älteren Mann, der sich noch dazu für Gottes Geschenk an die Welt hält, kampflos zu überlassen. Lasset die (Intriganten-)Spiele beginnen!

Die Rückkehr nach New York, Stadt seines Herzens und Zentrum seines kreativen Schaffens, hat der mittlerweile 73-jährigen Regielegende Woody Allen gut getan. „Whatever Works“ atmet den Geist früherer Big-Apple-Meisterwerke wie „Der Stadtneurotiker“, ist aber weitaus mehr als ein entferntes Echo vergangener Großtaten. Schon lange hat Allen seinen Figuren keine derart pointierten, scharfzüngigen Passagen mehr in den Mund gelegt, gespickt mit unzähligen Seitenhieben auf die Kunstszene und Intellektuellenkreise.

Formidabel, leichtfüßig

Mit seinen fein ziselierten Charakteren, einem vor Witz sprühenden Skript (das Allen bereits Mitte der Siebziger schrieb) und einem bestens gelaunten Ensemble funktioniert „Whatever Works“ formidabel als leichtfüßige, zwerchfellerschütternde cineastische Seelenmassage.
http://www.youtube.com/watch?v=Af106Ojc-8k
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Re: Filmtipps DVD

Beitragvon Sweety » 4. Mai 2011 19:50

Ich habe mir grade einen Film reingezogen, der mich ziemlich mitgenommen hat, - aber absolut sehenswert und nachdenkenswert. Vielleicht kennt auch wer das Buch von Jodi Picoult.

http://www.film-zeit.de/Film/20833/BEIM ... ER/Inhalt/

BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER:

Sara (Cameron Diaz) und Brian Fitzgerald (Jason Patric) haben einen Sohn und eine Tochter. Ihr unbeschwertes Leben nimmt eine jähe Wendung, als sie eines Tages erfahren, dass die zweijährige Kate an Leukämie erkrankt ist. Die Eltern hoffen nun, ein weiteres Kind zu bekommen, das Kates Leben retten könnte. Die damit verbundenen Gen-Manipulationen werfen zwar moralische und ethische Fragen auf - für die Fitzgeralds, speziell für Sara, gibt es aber gar keine Wahl: Sie tun alles, was notwendig ist, um Kate am Leben zu erhalten. Notwendig ist in diesem Fall Anna.

Kate (Sofia Vassilieva) und Anna (Abigail Breslin) sind sich noch näher als Schwestern üblicherweise: Obwohl Kate die Ältere ist, hängt ihr Leben völlig von Anna ab. Trotz ihres jugendlichen Alters müssen die Schwestern etliche medizinische Verfahren und Krankenhausaufenthalte ertragen - das gehört inzwischen zum Alltag der Familie, die in jeder Lage fest zusammenhält. Die liebevolle Ehefrau und Mutter Sara hat ihre Laufbahn als Anwältin aufgegeben, um für ihre Tochter da zu sein - manchmal verzweifelt sie selbst an dem unbeirrbaren Engagement, mit dem sie sich für Kates Leben einsetzt. Ihr solider Ehemann Brian unterstützt sie in jeder Hinsicht, doch die Willensstärke seiner Frau verdammt sogar ihn zur Passivität. Und der gemeinsame Sohn Jesse (Evan Ellingson) fühlt sich vernachlässigt, weil Kate und Anna ständig im Mittelpunkt stehen.

Doch eines Tages sagt die inzwischen elfjährige Anna "nein". Um ihre medizinische Unabhängigkeit durchzusetzen, beauftragt sie einen Anwalt (Alec Baldwin), der ihren Fall vor Gericht bringt. Die Familie ist gespalten - und Kates anfällige Gesundheit damit dem Schicksal preisgegeben.

BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER () ist die Verfilmung von Jodi Picoults gleichnamigem Bestseller - mit ihrer überraschenden Geschichte stellt sie unsere herkömmlichen Auffassungen von Liebe und Zusammenhalt in der Familie infrage - was Heilen tatsächlich bedeuten kann, bekommt hier eine ganz neue Bedeutung.
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