12. Plauderecke

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Re: 12. Plauderecke

Beitragvon mingi17 » 1. Nov 2009 09:37

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Hallo Mädels,

ich wünsche euch einen schönen 1. November. Es ist Allerheiligen und bei uns hier in Oberbayern ist heute Gräbersegnung. Das Wetter ist passend in Grau. Allerdings gehöre ich zu den glücklichen Menschen, die Novembermelancholie grenzenlos genießen können. Sich zurückziehen, auf sich selbst besinnen, Kerzen anzünden, Feuer im Kamin, Kater an der Seite, lesen, die Welt draußen im Nebel versunken... ich mag das.
Einen schönen Sonntag, macht das Beste draus.
Ich habe übrigens mal ein bisschen gebastelt an einem Weihnachtsgruß für Alessio.Nur so mal ins Grobe, Feinabstimmung können wir vielleicht in WEimar besprechen. Das Problem ist nur wieder dass ich es nicht hier reinstellen kann, weil das Forum Layout und Schrift verändert. Ich kann es euch aber wieder mailen. Wer möchte, bitte kurz melden.


Liebe Grüße
Birgit
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Re: 12. Plauderecke

Beitragvon Gitta » 1. Nov 2009 15:13

Hallo Mädels,

ca. 50 % der Deutschen sind evangelisch / protestantisch und bei uns ist Reformationstag obwohl der eigentlich schon gestern war durften wir ihn heute feiern. Einen Feiertag wurde uns ja nicht bewilligt.

Gräbersegnung??? Einen Evangelisten läßt das erschaudern.

Bitte, nehmt es mir nicht übel, schöne Grüße
Gitta
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Re: 12. Plauderecke

Beitragvon mingi17 » 1. Nov 2009 16:10

Hallo Gitta,

nicht nur, dass wir den Reformationstag alsbundesweiten Feiertag nie bekommen haben, es wurde ja unser einziger "offizieller" Feiertag, der Buß- und Bettag auch noch gestrichen. Wenn ich denke, was wir hier in 'Oberbayern für eine Menge an katholischen Feiertagen haben, z.B. auch noch den 15.8., Maria Himmelfahrt. Das ist schon ein Stückchen weiter oben, in Mittelfranken (historisch evangelisch geprägt), wo ich herkomme, kein Feiertag mehr. Aber hier ist alles dicht. Aber ich habe hier auch gelernt, dass der Katholizismus eine ganz andere Herangehensweise hat, nämlich diese Volksfrömmigkeit, die sich in den ganzen Feiern und Riten äußert, irgendwo viel nach außen gekehrer als bei uns Evangelen. Da gibt es auch immer was zu feiern und bietet natürlich was fürs Auge, die ganzen bunten Gewänder und heiligen Handlungen, wie eben heute die Gräbersegnung. Nach dem Allerheiligengottesdienst versammeln sich die Leute an den Gräbern ihrer Angehörigen, man trifft sich mal wieder, der Pfarrer geht mit dem Weihwasser durch die Reihen und besprengt die Gräber, quasi als Bestätigung der Taufe. Und auch ich als evangelischer Christ stehe da am Grab meines Mannes und bete das Vaterunser mit, weil ich nicht möchte, dass einzig an diesem Grab keiner steht und des Toten gedenkt. Aber egal, ich bin der Meinung, dass es nur einen einzigen Gott gibt, und wie jeder sich ihm nähert, das bleibt ihm/ihr selber überlassen bzw. ist halt auch Teil der Erziehung bzw. der Umgebung, in der man heranwächst.
In einigen neuen Bundesländern ist übrigens der Reformationstag schon ein Feiertag.

So, das war mein Wort zum Sonntag ;)
LIebe Grüße
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Re: 12. Plauderecke

Beitragvon mingi17 » 2. Nov 2009 08:45

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Ich fang schon mal an mit Lächeln :P :P

Liebe Grüße
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Re: 12. Plauderecke

Beitragvon Lucie » 2. Nov 2009 09:51

Hallo,

Liebe Grüße von Lucie von dem verregneten Niederrhein,

bei mir ist alles easy und das Wochenende wird noch ein wenig verlängert, weil ich heute Mittagsschicht habe :-)

Wünsche allen Mädels einen schönen Wochenanfang

LG

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Re: 12. Plauderecke

Beitragvon krispalms » 2. Nov 2009 10:48

Guten Morgen Mädels,

von mir auch eine gute Woche - von schön kann hier keine Rede sein, es regnet in Strömen.

Zu den "Allerheiligen-Bräuchen" wollte ich noch was loswerden. Jeder hat so seine Tradition und man muss ja nicht alles mitmachen.
Vor Jahren war ich in Peru und habe fasziniert zugeschaut, wie der Friedhof voller Menschen wimmelte, um die Gräber zu säubern und zu schmücken. Am Nächsten Tag - an Allerheiligen - bin ich wieder daran vorbei und es war ein großes Fest auf dem Friedhof - mit Essen und Trinken. Ich fand das toll, wie die Familien ihren Toten gedachten. Bei uns wäre das nicht möglich - Ruhestörung der Toten, Gesetzesvorschriften wegen Hygiene...
Ich persönlich habe am Grab meiner Oma eine Kerze angezündet und gebetet- aus einem inneren Bedürfnis, weil es ihr selbst früher bei ihren Toten sehr wichtig war, eine Kerze anzuzünden - ganz egal, ob es ein katholischer oder evangelischer Brauch ist.

Lasst es Euch gut gehen.

Liebe Grüße
Kristina
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Re: 12. Plauderecke

Beitragvon Gitta » 2. Nov 2009 12:18

Liebe Katholiken im Land und Außerhalb,

ich möchte euch besser verstehen. Unser Pastor spricht bei der Beerdigung am Grab auch das Vaterunser, wenn ich meine Eltern auf dem Friedhof besuche, bete ich auch das Vaterunser. Ich tue es aber um den HERRN Jesus Christus zu lobpreisen. Ich frage mich immer wieder, warum beten die Katholiken an den Gräbern haben sie den gleichen Grund oder gibt es einen anderen?
Meine Kenntnisse dazu stammen von einer lieben Kollegin, die aus einer evangelisch / katholischen Ehe hervorgegangen ist und keine guten Erfahrungen mit dem katholizismus gemacht hat, sie selbst ist evangelisch lutherisch getauft.

Liebe Grüße
Gitta
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Re: 12. Plauderecke

Beitragvon mingi17 » 2. Nov 2009 12:44

hallo Gitta,

ich bin zwar auch evangelisch, da ich aber seit 12 Jahren in einer überwiegend katholisch geprägten Gegend lebe, für mein Guatemala-Schulprojekt auch mit der hiesigen katholischen Kirchengemeinde zusammenarbeite und auch die Menschen hier verstehen möchte, hab ich mich sehr für den hier praktizierten katholischen Glauben interessiert, war auch des Öfteren in Gottesdiensten. Der Glaube an Jesus Christus und die Erlösung durch ihn ist genauso vorhanden wie bei uns, und das Vaterunser wird mit den Worten "Lasset uns beten wie uns unser Herr Jesus gelehrt hat" eingeleitet. Auch der Schluß wird gesprochen, manchmal allerdings erst nach Einfügung weiterer Gebetsworte. Wesentlich unterschiedlich ist der Marien- und Heiligenglaube, der einen großen Raum einnimmt und das, was ich als "Volksfrömmigkeit" kennengelernt habe, das nach außen gewandte wie Prozessionen oder Festgottesdienste, die schon allein von der Bekleidung der Pfarrer her viel farbenprächtiger sind als bei uns. Ich erlebe auch, dass die Basis hier sich nicht im geringsten daran stört, dass ich evangelisch bin, ich würde sogar das Abendmahl hier bekommen, was ich allerdings nicht nehme, aus persönlichen Gründen. Ich habe einige Jahre lang mitgeholfen, die Kirche im Dorf für die Gottesdienste herzurichten, denn nur so habe ich als Fremde, die es hierher verschlagen hat, Zugang zur Dorfgemeinschaft bekommen und damit auch Hilfe in Notfällen. Die evangelische Diasporagemeinde besteht überwiegend auch aus Fremden und nach dem Tod meines Mannes, wiewohl evangelisch beerdigt , hat sich niemand sehr um mich gekümmert, im Gegensatz zu den Leuten hier vor Ort. Aber das ist ein anderes Thema, das habe ich leider in jedem Trauerfall so erleben müssen.
Vielleicht möchtest Du ja noch mehr erfahren über meine Erfahrungen mit dem Katholizismus in Oberbayern. Wir können gern mal telefonieren und uns austauschen (möglichst nach Weimar), ich habe eine Flatrate, da kann man ratschen bis zur Bewußtlosigkeit, wie einige Damen hier wissen.

Liebe Grüße
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Re: 12. Plauderecke

Beitragvon Gitta » 2. Nov 2009 14:49

Hallo mingi,

mich interessiert schon inwiefern wir Evangelisten uns von Katholiken wirklich noch unterscheiden (gerne auch per Telefon), prinzipiell weiß ich das natürlich. Ich denke, dass es auch sehr am Pfarrer liegt wie der katholizismus in Deutschland praktiziert wird. Die Frau von der ich erzählt habe, hat da ganz schlimme Erfahrungen gemacht mit dem Pfarrer. Sie kommt ursprünglich aus einer unserer katholischen Hochburgen aus dem Rheinland. Ich persönlich habe es bisher nur mit einem Pfarrer zu tun gehabt und der war ein ganz lieber und untertäniger Gast in unserer Kirche. Ich habe ihn in guter Erinnerung. :P

Liebe Grüße
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Re: 12. Plauderecke

Beitragvon mingi17 » 2. Nov 2009 15:02

Das stimmt! Mit unserem vorherigen Pfarrer, der leider mit einem Herzinfarkt ausgeschieden ist, und unserem Diakon komme bzw. kam ich bestens aus, aber der "Neue", ein älterer Herr der alten, konservativen Richtung und noch dazu Klosterbruder - mit dem kann ich nicht, ich habe mich seitdem auch aus der aktiven Mithilfe zurückgezogen. Dem trau ich zu, dass er, wenn er hört, dass ich als Evangele den Altar mit geschmückt habe, den jedesmal neu weiht. Böse Worte, ich weiß, aber so sind halt meine Empfindungen diesen Priester betreffend. Auch seine Gottesdienste sind wieder eher nach dem alten Ritus.
Wir können uns ja gern mal zum Telefonieren über PN verabreden :P

LG Birgit
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