Auf Weihnachten zu

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Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 5. Dez 2010 10:31

Aus dem Link: http://www.blinde-kuh.de/weihnachten/ge ... hlein.html

Aufgeregtes Weihnachtssprüchlein
Eva Rechlin
Von drauß vom Walde komm ich her,
ich bin ein kleiner Mann.
Knecht Ruprecht, ich will artig sein
mit Mandeln drum und dran.
Lustig,lustig.trallali ...
Nein. So stimmt das Sprüchlein nie!
Verschneit liegt rings die ganze Welt,
und das bei Wind und Wetter.
Du lieber, guter Weihnachtsmann,
wie treu sind deine Blätter.
Lustig, lustig, trallali ...
Dieser Vers - der stimmt doch nie!
Alle, alle Jahre wieder
steigt das Büblein auf den Baum,
sogar im Winter, wenn es schneit.
Oh holder, süßer Traum.
Lustig, lustig, trallalum ...
Das war wieder falsch und dumm!
Jetzt kann ich ihn, den Weihnachtsspruch!
Hört alle, alle zu:
Ich bin kein Pfefferkuchenmann,
will keine Mäh und Muh.
Ich komme nicht vom Himmel her
und bin auch nicht verhext.
Ich merke mir nur leider schwer
den rechten Weihnachtstext.
Darum will ich nicht länger mehr
mein langes Sprüchlein leiern.
Nur eins ist wichtig: Denkt daran,
warum wir Weihnacht feiern ...
"Wir sind auf Erden, um das Glück zu suchen, nicht um es zu finden." - Sidonie-Gabrielle Colette
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Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 5. Dez 2010 22:12

Der störrische Esel und die süsse Distel der Heil'gen Nacht

Von Karl Heinrich Waggerl

Als der heilige Josef im Traum erfuhr, dass er mit seiner Familie vor der Bosheit des Herodes fliehen müsse, weckte der Engel in dieser bösen Stunde auch den Esel im Stall.

„Steh auf!“ sagte er von oben herab, „du darfst die Jungfrau Maria mit dem Herrn nach Ägypten tragen.“

Dem Esel gefiel das gar nicht. Er war kein sehr frommer Esel, sondern eher ein wenig störrisch von Gemüt. „Kannst du das nicht selber besorgen?“ fragte er verdross. „Du hast doch Flügel, und ich muss alles auf dem Buckel schleppen! Warum denn gleich nach Ägypten, so himmelweit!“

„Sicher ist sicher!“ sagte der Engel; und das war einer von den Sprüchen, die selbst einem Esel einleuchten müssen.

Als er nun aus dem Stall trottete und zu sehen bekam, welch eine Fracht der heilige Josef für ihn zusammengetragen hatte, das Bettzeug für die Wöchnerin und einen Pack Windeln für das Kind, das Kistchen mit dem Gold der Könige und zwei Säcke mit Weihrauch und Myrrhe, einen Laib Käse und eine Stange Rauchfleisch von den Hirten, den Wasserschlauch, und schliesslich Maria selbst mit dem Knaben, auch beide wohlgenährt, da fing er gleich wieder an, vor sich hinzumaulen. Es verstand ihn ja niemand ausser dem Jesuskind.

„Immer dasselbe“, sagte er, „bei solchen Bettelleuten! Mit nichts sind sie hergekommen, und schon haben sie eine Fuhre für zwei Paar Ochsen beisammen. Ich bin doch kein Heuwagen“, sagte der Esel, und so sah er auch wirklich aus, als ihn Joseph am Halfter nahm; es waren kaum noch die Hufe zu sehen.

Der Esel wölbte den Rücken, um die Last zurechtzuschieben, und dann wagte er einen Schritt, vorsichtig, weil er dachte, dass der Turm über ihm zusammenbrechen müsse, sobald er einen Fuss voransetze. Aber seltsam, plötzlich fühlte er sich wunderbar leicht auf den Beinen, als ob er selber getragen würde; er tänzelte geradezu über Stock und Stein in der Finsternis.

Nicht lange, und es ärgerte ihn auch das wieder. „Will man mir einen Spott antun?“ brummte er. „Bin ich etwa nicht der einzige Esel in Bethlehem, der vier Gerstensäcke auf einmal tragen kann?“

In seinem Zorn stemmte er plötzlich die Beine in den Sand und ging keinen Schritt mehr von der Stelle.

Wenn er mich auch noch schlägt, dachte der Esel erbittert, dann hat er seinen ganzen Kram im Graben liegen!

Allein Joseph schlug ihn nicht. Er griff unter das Bettzeug und suchte nach den Ohren des Esels, um ihn dazwischen zu kraulen. „Lauf noch ein wenig“, sagte der heilige Joseph sanft, „wir rasten bald!“

Daraufhin seufzte der Esel und setzte sich wieder in Trab. So einer ist nun ein grosser Heiliger, dachte er, und weiss nicht einmal, wie man einen Esel antreibt!

Mittlerweile war es Tag geworden, und die Sonne brannte heiss. Joseph fand ein Gesträuch, das dünn und dornig in der Wüste stand; in seinem dürftigen Schatten wollte er Maria ruhen lassen. Er lud ab und schlug Feuer, um eine Suppe zu kochen; der Esel sah es voll Misstrauen. Er wartete auf sein eigenes Futter, aber nur, damit er es verschmähen konnte. „Eher fresse ich meinen Schwanz“, murmelte er, „als euer staubiges Heu!“

Es gab jedoch gar kein Heu, nicht einmal ein Maul voll Stroh; der heilige Joseph, in seiner Sorge um Weib und Kind, hatte es rein vergessen. Sofort fiel den Esel ein unbändiger Hunger an. Er liess seine Eingeweide so laut knurren, dass Joseph entsetzt um sich blickte, weil er meinte, ein Löwe sässe im Busch.

Inzwischen war auch die Suppe gar geworden, und alle assen davon. Maria ass, und Joseph löffelte den Rest hinterher, und auch das Kind trank an der Brust seiner Mutter; nur der Esel stand da und hatte kein einziges Hälmchen zu kauen, Es wuchs da überhaupt nichts, nur etliche Disteln im Geröll. „Gnädiger Herr!“ sagte der Esel erbost und richtete eine lange Rede an das Jesuskind; eine Eselsrede zwar, aber ausgekocht scharfsinnig und ungemein deutlich in allem, worüber die leidende Kreatur vor Gott zu klagen hat. „I-a!“ schrie er am Schluss, das heisst: „So wahr ich ein Esel bin!“

Das Kind hörte alles aufmerksam an. Als der Esel fertig war, beugte er sich herab und brach einen Distelstängel; den bot es ihm an.

„Gut!“ sagte er, bis ins Innerste beleidigt. „So fresse ich eben eine Distel! Aber in deiner Weisheit wirst du voraussehen, was dann geschieht. Die Stacheln werden mir den Bauch zerstechen, sodass ich sterben muss, und dann seht zu, wie ihr nach Ägypten kommt!“

Wütend biss er in das harte Kraut, und sogleich blieb ihm das Maul offen stehen; denn die Distel schmeckte durchaus nicht, wie er es erwartet hatte, sondern nach süssestem Honigklee, nach würzigstem Gemüse. Niemand kann sich etwas derart Köstliches vorstellen, er wäre denn ein Esel.

Für diesmal vergass der Graue seinen ganzen Groll. Er legte seine langen Ohren andächtig über sich zusammen, was bei einem Esel soviel bedeutet, wie wenn unsereins die Hände faltet.
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Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 6. Dez 2010 20:17

Nikolausgedicht - bimmelt was die Strasse lang

Bimmelt was die Straße lang,
kling und klang und kling und klang.
Hält ein Schlitten vor dem Tor
und ein Schimmel schnauft davor.

Aus dem Schlitten vor dem Haus
steigt der Nikolaus heraus.
Durch den Schnee stapft er daher
oh, wie ist sein Sack so schwer.

Braven Kindern in dem Haus
leert er seinen Sack wohl aus.
Kling und klang und kling und klang,
weiter geht's die Straße lang.

(Dichter unbekannt)
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Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 8. Dez 2010 19:22

Das Christkind und das Finanzamt

In Hemsbach lebte mal eine ältere Frau,
für sie war das Leben einsam und grau,
mit ihrem Einkommen war es schlecht bestellt,
mit einem Wort - sie hatte kein Geld.

Sie überlegte angestrengt hin und her,
woher denn Geld zu kriegen wär’.
Ihr kam ein Gedanke - oh, wie fein,
so schrieb sie ein Brief an das Christkindlein.

Liebes Christkind, ich bin alt und arm,
das Geld ist zu wenig, ich bitte, erbarm
und schicke mir schnellstens 100 Euro,
sonst müsste ich hungern und wär' nicht mehr froh.
Eine andere Hilfe weiß ich nicht mehr,
denn ohne Moneten ist's Leben so schwer.
Aber bitte beeile dich mit dem Geld,
sonst ist's nicht mehr schön auf dieser Welt.

Der Brief wird frankiert, in den Kasten gesteckt,
der Postbote hat ihn dann morgens entdeckt.
Er liest die Adresse, was soll er nur machen:
“AN DAS CHRISTKIND” - das ist ja zum Lachen.

Er denkt sich aber, ein Spaß muss sein,
der kommt ins Fach vom Finanzamt hinein.
Am nächsten Tag dort angekommen,
wird er vom Beamten in Empfang genommen.

Wenn Sie nun glauben, er schmeißt weg diesen Brief,
oh, so ist das nicht, da liegen Sie schief.
Er liest die Adresse und denkt gleich daran,
wie man der alten Frau wohl helfen kann.

Ja, glauben Sie mir, das ist kein Scherz,
es gibt beim Finanzamt mal jemand mit Herz.
Ihm kommt ein Gedanke, und das ist fein,
das könnt' für die Frau eine Hilfe sein.

Er fängt gleich an, durch die Büros zu wandern,
und sammelt recht fleißig von einem zum andern.
Doch leider war er über den Erlös nicht ganz froh,
denn statt 100 bekam er nur 70 Euro.

Aber dieses Geld wurde dann verwandt
und sofort an die arme Frau gesandt.
Diese freute sich sehr, man kann’s kaum ermessen,
das Christkind hatte sie nicht vergessen.

So schrieb sie rasch einen Dankesbrief,
in Eile sie zum Postamt lief.
Sie schrieb ans liebe Christkindlein
das folgende nette Brieflein:

Liebes Christkind, deine Gabe erfreut mich so,
vielen Dank für die 70 Euro.
Doch solltest du mal wieder an mich denken,
und so gütig sein, mir was zu schenken,
dann möchte ich dich nur um eines bitten,
das Geld nicht über das Finanzamt zu schicken.
Denn die Lumpen haben ungelogen,
von den 100 Euro 30 abgezogen.

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Beitragvon Sweety » 8. Dez 2010 19:42

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Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 11. Dez 2010 22:30

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Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 11. Dez 2010 22:44

Rainer Maria RilkeBild

Advent

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird.
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin bereit
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.
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Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 13. Dez 2010 19:18

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Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 14. Dez 2010 18:01

Weihnachtsbrief

Liebe Mitarbeiter,
wie schon in den Vorjahren wollen wir auch in diesem Jahr das anstrengende Geschäftsjahr mit einer gemeinsamen Weihnachtsfeier im Frühstücksraum beenden.

Da es im letzten Jahr einige etwas unerfreuliche Zwischenfälle gab, möchte die Geschäftsleitung im Vorfeld auf gewisse Spielregeln hinweisen, um die besinnliche Feier auch im rechten Rahmen ablaufen zu lassen.

Wenn möglich sollten die Mitarbeiter den besagten Raum noch aus eigener Kraft erreichen, und nicht im alkoholisierten Zustand von Kollegen hereingetragen werden. Eine Vorfeier ab den frühen Morgenstunden sollte möglichst vermieden werden.
Es wird nicht gern gesehen, wenn sich Mitarbeiter mit ihrem Stuhl direkt an das kalte Buffet setzen. Jeder sollte mit seinem gefüllten Teller einen Platz an den Tischen aufsuchen! Auch die Begründung *Sonst frißt mir der Meier die ganzen Melonenschiffchen weg* kann nicht akzeptiert werden.
Schnaps, Wein und Sekt sollte auch zu vorgerückter Stunde *nicht* direkt aus der Flasche getrunken werden. Besonders wenn man noch Reste der genossenen Mahlzeit im Mund hat. Der Hinweis *Alkohol desinfiziert* beseitigt nicht bei allen Mitarbeiten das Mißtrauen gegen Speisereste in den angetrunkenen Flaschen.
Wer im letzten Jahr den bereitgestellten Glühwein gegen eine Mischung aus Hagebuttentee und Super-Bleifrei ausgetauscht hat, wird darum gebeten diesen Scherz nicht noch einmal zu wiederholen. Sicherlich ist uns allen noch in Erinnerung was passierte, als Kollege Moosbacher sich nach dem dritten Glas eine Zigarette anzündete.
Sollte jemand nach Genuß der angebotenen Speisen und Getränke von einer gewissen Unpäßlichkeit befallen werden, so wird darum gebeten die dafür vorgesehen Örtlichkeiten aufzusuchen. Der Chef war im letzten Jahr über den unerwarteten Inhalt seines Aktenkoffers nicht sehr begeistert.
Wenn Weihnachtslieder gesungen werden, sollten die Originaltexte gewählt werden. Einige unserer Auszubildenden sind noch minderjährig und könnten durch einige Textpassagen irritiert werden.
In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals daran erinnern, das einige der männlichen Kollegen sich noch nicht zur Blutuntersuchung zwecks Feststellung der Vaterschaft gemeldet haben. Unsere im Mutterschaftsurlaub befindliche Mitarbeiterin Frl. Kluge meint, es bestände ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der letztjährigen Weihnachtsfeier und der Geburt ihrer Tochter Sylvia im September dieses Jahres.

Wenn wir uns alle gemeinsam an diese wenigen Verhaltensmaßregeln halten, sollte unsere Weihnachtsfeier wieder ein großer Erfolg werden.

MfG
Die Geschäftsleitung
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Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 18. Dez 2010 21:57

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Ein guter Freund des Weihnachtsmanns
Wie jedes Jahr hat der Weihnachtsmann
seinen Urlaub sehr genossen.
Er war an der See, hat getaucht und gesurft
und sich abends ein Bier eingegossen.

Im Sommer nimmt er den Bart ganz ab
und geht mit Bermudas zum Strand.
Er wird zum Glück so kahl rasiert
von niemandem erkannt.



Wenn er vom Surfen müde ist,
dann liest er dicke Romane,
liegt in der Sonne, denkt nicht ans Geschäft
und isst Erdbeer-Eis mit Sahne.

Ab September lässt er den Bart wieder wachsen,
im November packt er die Sachen,
und Anfang Dezember fährt er zurück,
um die Weihnachtsarbeit zu machen.

Daheim angekommen geht er zum Stall,
inspiziert dort den Weihnachtsschlitten.
Danach striegelt er das alte Rentier,
es hat unter der Trennung gelitten.

Das Tier ist im Sommer auf der Wiese
und hat es dort gut und schön,
und doch scheint es ist immer etwas gekränkt
beim ersten Wiedersehen.

Dieses Jahr ist es ganz und gar unversöhnlich,
es zeigt sich sogar renitent,
und tut, als ob’s nach der langen Zeit
den Weihnachtsmann gar nicht mehr kennt.

Und schlimmer noch, es schlägt sogar aus
mit dem linken Hinterfuß
und gibt dem verdutzten Weihnachtsmann
gehörig eins auf die Nuss.

Der stürzt zu Boden, ist ziemlich benommen,
sein Kopf fühlt sich an wie betäubt.
Inzwischen tut dem Rentier natürlich
der Schlag mit dem Huf längst schon leid.



Doch diese Reue nützt nun nichts mehr.
Geschehen ist geschehen.
Beim Stürzen ist auch noch das Bein gebrochen,
der Weihnachtsmann kann nicht mehr gehen.

„Wer soll jetzt die Arbeit machen?
Was wird aus all den Geschenken?
Die müssen doch rechtzeitig in jedes Haus,
und ich kann den Schlitten nicht lenken!“

Der Arzt kommt ins Haus, legt das Bein in Gips,
verschreibt dazu noch zwei Krücken
und rät, die nächsten fünf bis sechs Wochen
mit Lesen zu überbrücken.

„Ich lese“ erwidert der Weihnachtsmann
nur im Sommer und zwar am Meer!
Im Dezember habe ich Hochkonjunktur,
da muss ein Ersatzmann her!“



Zum Glück hat der Weihnachtsmann einen Freund,
der kennt sich mit Kindern gut aus,
er liefert ebenfalls einmal im Jahr
seine Gaben in jedes Haus.

Der Freund befindet sich grade im Urlaub,
für ihn ist es Ferienzeit,
doch ist er per Handy zum Glück zu erreichen
und gleich zur Hilfe bereit.



Er macht seine Sache wirklich gut
und pünktlich zur Weihnachtsfeier
findet jedes Kind unterm Baum die Geschenke
und wie seltsam: zwei bunte Eier!



Renate Eggert-Schwarten
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