Anatol

St. Petersburg im Jahr 1805: Während die Truppen Napoleons halb Europa erobern, bereitet sich das russische Zarenreich auf den Kriegseintritt an der Seite Österreichs vor. Bei einem Fest anlässlich des Namenstages der jungen Natascha (Cleménce Poésy) begegnen sich der uneheliche Adelssprössling Pierre Besuchow (Alexander Beyer), der ambitionierte Prinz Andrej Bolkonski (Alessio Boni) und einige Mitglieder der Familien Rostowa und Kuragin. In den Jahren bis zum Großen Krieg zwischen Frankreich und Russland erfüllen sie ihr atemberaubendes Schicksal ...

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Anatol

Beitragvon Natascha » 29. Jan 2008 19:33

so ich wollte die diskussion um krieg und frieden ein wenig ausweiten..
was haltet ihr von anatol?
ich finds net richtig was er tut. immerhin sollte man für sein handeln gerade stehn und auch die folgen in kauf nehmen.
ich meine das was er getan hat war vergewaltigung und im nachhinein hat er ja auch das glück von natascha und andrej zerstört.
buuh! :mrgreen:
also fazit: anatol ist einer der "schlimmsten film-bösewichte" ^-^
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Re: Anatol

Beitragvon honey379 » 29. Jan 2008 20:11

*schepplach*
Ja, du hast Recht, er kommt als echter Unsymphat rüber. Die arme naive Natascha weiß gar nicht wie ihr geschieht und verrennt sich völlig in ihren Gefühlen. Anatol will sich einfach nur rächen für eine Sache, die er selbst verbockt hat. :roll: Allerdings weíß ich nicht, ob nicht jedes naive Ding so auf einen gutaussehenden, scheinbar gut situierten Mann, reagieren würde.

Alles in Allem gebe ich allerdings unserem hübschen Helden selbst die Schuld. Seine Hörigkeit gegenüber dem alten, kranken und verhärmten Vater hat ihn sowohl die Liebe seines Lebens als auch das Leben gekostet. Und das ist auch die Stelle in dem Film, in der er am traurigsten aussieht - als er vor seinem Vater steht und die Wünsche dessen (oder eher Befehle) entgegennimmt. Sei eigener Starrsinn trägt dann noch den Rest dazu bei - dass er seine Chance, die das Leben ihm bietet nicht sieht und ins Verderben rennt.
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Re: Anatol

Beitragvon Nienor » 29. Jan 2008 21:49

Natascha hat geschrieben:also fazit: anatol ist einer der "schlimmsten film-bösewichte" ^-^

auf jeden, ich hasse diesen Kerl, wenn der nicht gewesen wäre, dann wären Natascha und Andrej nie auseinander gewesen und wahrscheinlich wäre Andrej auch nie gestorben... :cry:
Ich war fröhlich als Anatol gestorben ist und mal ehrlich, wenn man Andrej kennt, wie kann man sich da in jemanden verlieben, der so aussieht wie Anatol??? :shock:
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Re: Anatol

Beitragvon Natascha » 29. Jan 2008 22:43

das stimmt :D
wenn man schon so nen tollen kerl hat dann sollte man den auch net los lassen und erst recht net für anatol...
so was intrigantes...und seine schwester is net besser.
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Re: Anatol

Beitragvon Sabrina » 29. Jan 2008 22:49

also ich find antol total unsympathisch und seine schweste rist auch nocht besser
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Re: Anatol

Beitragvon shoegal » 30. Jan 2008 09:29

hey mädels,

einer muss doch der böse sein, sonst funktioniert die geschichte doch nicht, lach! ;)
anatol ist sicher ein bösewicht, aber seine schwester ist mit ihren intrigen noch um einiges schlimmer finde ich.
ich glaube, das anatol auf seine art sogar von natascha fasziniert ist, anfänglich will er sich rächen, aber ich glaube dann verfällt er ihr sogar...
vom charakter, dass ist meine meinung ;) , passt der lebensbejahende, leidenschaftliche anatatol sogar besser zu der jungen natascha. zumindest kann sie ihn besser verstehen, andrejs pflichtbewußtsein und zurückhaltende art verwirrt sie ja anfänglich sogar so sehr, dass sie seine gefühle zu ihr in frage stellt.
nach tolstoi ist natascha ja am anfang sehr jung und naiv und andrej ne ganze ecke älter und das tragische ist, dass die beiden einander erst kurz vor andrejs tod wirklich verstehen und nachvollziehen können warum der andere so ist wie er ist...
aber so ist das halt bei großen liebesgeschichten, gibt es kein happy end sind sie sogar noch größer...
ich sag nur romeo und julia... :cry:
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Re: Anatol

Beitragvon Babs » 30. Jan 2008 10:07

Hallo Ihr Lieben, zunächst einmal hab ich Krieg und Frieden gesehen wegen des historischen Hintergrundes und den guten deutschen Schauspielern Ken Duken und Benjamin Sadler. Übrigens fand ich Alessio Boni ziemlich lange nicht wirklich interessant. Das änderte sich jedoch nach Austerlitz und seiner "Wandlung". Die Einsicht seiner Ehefrau kein guter Mann zu sein etc.
@Nienor sich zu freuen, wenn ein Charakter in einem Film stirbt, find ich schon recht zweifelhaft.

Ferner möchte ich erwähnen, daß mir Andrejs Verhalten gegenüber Natascha ebenso wenig gefallen hat, wie das gegenüber seiner ersten Frau. Es scheint wohl einfacher zu sein in den Krieg zu ziehen als sich seinem despotischen Vater zu widersetzen. Aber der Stoff spielt am Anfang des 19. Jahrhunderts und da scheint dies üblich zu sein.

Also ich fand Ken Duken einen absolut gigantischen Bösewicht, tolle Austrahlung, tolles Kostüm, tragisches Ende.

Grüße babs
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Re: Anatol

Beitragvon Natascha » 30. Jan 2008 14:04

erst einmal zu dem "happy end"..das stimmt. es gibt selten filme, besonders liebesfilme, die ein happy end haben, da sie sonst nicht beliebt werden. tragische filme werden wohl lieber geguckt. mir ist grad auch mal aufgefallen dass ich eigentlich fast nur filme mag die ein tragisches ende haben...bzw wo "mein held" stirbt ^-^

ich weiß net ob man anatols einstellung lebensbejahend nennen kann. er ist ja eher der draufgänger, der das geld seines vaters versäuft oder verspielt. beide, anatol und natascha, genießen schon ihr leben, aber beide auf eine andere art. und diese passen, meiner meinung nach, nicht zusammen.

ich hab zuerst den 2.teil gesehn und das nur durch zufall! (deswegen bin ich wahrscheinlich die jüngste) meine geschi-lehrerin hatte uns den empfohlen und eines abends lief der dann im tv und ich dachte da das was mit dem was ich lernen muss zu tun hat könnte ich ja mal ne kurze lernpause machen und kurz in den film schauen. da ich ja den 1.teil net gesehn hatte muss ich sagen dass ich sofort von andrej begeistert war. seine wandlung beginnt ja schon nach austerlitz. allerdings verstehe ich nicht warum er sich nicht gegen seinen vater gewandt hat. denn nachdem er diesen um seinen segen gefragt hat sagt er zu marja dass er das als vorwand nimmt um die beiden auseinanderzubringen. an nataschas stelle wäre ich natürlich mit andrej gegangen =) versteh das auch net irgendwie...
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Re: Anatol

Beitragvon shoegal » 30. Jan 2008 14:19

ja es stimmt schon das anatol draufgängerisch veranlagt ist und natürlich kann man seine lebenseinstellung mit der von natascha schlecht vergleichen, aber er ist eben auch ein sehr extrovertierter mensch, der sagt was er denkt (zumindest glaubt natascha das zum teil) und das versteht natascha eben eher als andrejs zurückhaltung.
sie versteht das verhalten von anatol natürlich falsch, aber sie glaubt das er ihr charakterlich ähnlicher ist als andrej, da anatol zu seinen (vermeintlichen) gefühlen zu ihr steht und ihr diese immer wieder eingesteht. natürlich verwirrt sie das, aber im grunde ist das genau das was sie sich in ihrer jugendlichen träumerei von leidenschaftlicher vorgestellt hat. deshalb fällt sie ja auch auf anatol rein..
man darf nicht vergessen, dass sie wirklich sehr jung ist (so um die 15 glaube ich) und auch ne ordentliche portion naivität (nicht negativ gesehen) gepachtet hat....

der film ist natürlich wunderschön gemacht, aber ich glaube um die ganze geschichte von krieg und frieden zu verstehen, so wie sie von tolstoi angelegt wurde, kann es nicht schaden das buch zu lesen... ;)

aber den film schauen und alessio anschmachten ist natürlich auch schön... :oops:
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Re: Anatol

Beitragvon Natascha » 30. Jan 2008 14:54

ja, ich liebe das buch! :mrgreen:
also ich denke, dass jeder in ihrem alter auf so was reingefallen wäre. wobei...wenn das wirklich der "mann ihrer träume" war :roll:
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