Romreise

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Re: Romreise

Beitragvon krispalms » 28. Mai 2008 21:30

Hallo Birgit,
Du scheinst ja wirklich Internetsüchtig zu sein...;o) sooo spät noch am Werk.
Ich wünsche Dir auch einen schönen Abend!
LG
Kristina
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Re: Romreise

Beitragvon mingi17 » 28. Mai 2008 21:32

Vermutlich schon :D . Nein, ich komme gerade vom Yoga und muss doch schauen - gerade an so einem Tag - was los ist. Außerdem trifft man oft um die Zeit mehr Leute als den ganzen Tag über :mrgreen:
Händeringen hält einen nur davon ab, die Ärmel aufzukrempeln.
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Re: Romreise

Beitragvon AIl0y7 » 29. Mai 2008 08:51

Hallo zusammen ;)

Also zum Wetter im Februar in Rom kann ich sagen im besten Falle ist es schon recht angenehm um die Stadt zu besichtigen und zu Fuss unterwegs zu sein. Leider ist es wie in ganz Italien, die herrlichste Zeit ist Frühling und Herbst, (nützt in diesem Falle wenig, gell) denn Italien ist am schönsten, wenn man überall draussen sitzen kann und nicht in den oft kleinen und engen Bars und Restaurants sein muss. Sollte es kalt sein, wird wenn überhaupt das Zimmer über die Klimaanlage geheizt, was bedeutet, wenn der Herr von Nr. 354 Grippe hat, hustet 2 Tage später das ganze Hotel. Nur um klar zu stellen liebe Mädels, will Euch auf gar keinen Fall unseren Romtrip madig machen, aber so gibts keine Überraschungen in dieser Hinsicht. Wie heisst es doch immer: Reisen ist nicht nur Vergnügen. :twisted:
Ich für meinen Teil bin und bleibe ein riesiger Italienliebhaber mit oder ohne <troubles in paradise>. Für diejenigen, welche Italien nicht so gut kennen, einfach Uhr und mitteleuropäische Normen zu Hause lassen und geniessen.

Marianne
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Re: Romreise

Beitragvon mingi17 » 30. Mai 2008 14:44

Wenn sich jemand einstimmen möchte auf Rom und unsere Umgebung, sollten wir das Hotel bekommen

http://81.208.34.15/dynamicindex/camera.html

Hier noch ein allgemeiner Info-Link zu Rom, rechts oben ist eine Auswahl an Live-Webcams:

http://www.romexplorer.com

Und noch ein Hotel hätte ich zur Auswahl bzw. wenn wir erst im September Bescheid bekommen und das Smeraldo nicht mehr zu haben ist:

http://www.hotelarenula.com

Ich suche aber noch weiter, denn ich denke ja, dass wir alle wieder zusammen sein wollen und da kann es ja sein, dass wir Alternativen brauchen. Macht auch Spaß!
LG Birgit
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Re: Romreise

Beitragvon mingi17 » 1. Jun 2008 15:41

Das Stück verspricht, dass wir Alessio mal komisch erleben. Hier die Kritik von der Uraufführung.
Soll ich euch den Text nach und nach ins Forum stellen, damit wir die Pointen auch verstehen?

LG Birgit

Yasmina Rezas neues Stück "Der Gott des Gemetzels" zeigt zwei Ehepaare beim Kampf jeder gegen jeden – und erweist sich bei der Uraufführung als smarter und zum Brüllen komischer Klamauk, der die Theaterbühnen in aller Welt erobern wird.

Einmal, als sich alle vier Menschen, zwei erfolgsverwöhnte Männer und zwei elegante Frauen, schon hoffnungslos ineinander verbissen und verkeilt haben, als man sich rundherum geküsst und geschlagen und beschimpft hat, dass das Gift nur so spritzte (und allerlei ungute Flüssigkeiten mehr), da gibt es einen kurzen Augenblick der Besinnung und der Einkehr auf der Bühne des Zürcher Schauspielhauses: Es ist der Augenblick, in dem Corinna Kirchhoff in der Rolle der Anwaltsgattin Annette ihrem ständig ins Telefon bellenden Wichtigtuergatten Alain (Michael Maertens) das Handy entreißt und es kurz entschlossen im Blumenwasser einer gläsernen Vase versenkt.


DPA
Erfolgsautorin Jasmina Reza: Ihr jüngster Theatercoup ist eine slapstickhafte Eheschlacht
Die Folge ist ein Moment des Schweigens – und dann wimmert der baumlange, arrogante, mit langen Schmierhaaren geschmückte Kerl, das triefende, kaputte Gerät in der Hand: "Aber das ist doch mein ganzes Leben!"

Wie fast jedes große Desaster fängt die Sache ganz harmlos an in "Der Gott des Gemetzels", dem neuen Stück der französischen Dramatikerin Yasmina Reza: Zwei Ehepaare treffen sich in der Wohnung des einen Paars, weil sich ihre elfjährigen Söhne geprügelt haben. Bruno, dem Sohn der Gastgeber, wurden dabei zwei Schneidezähne ausgeschlagen.

Die schöne, schon durch ihre flatternden Augenlider als nervös überspannt erkennbare Politiksachbuch-Autorin Veronique (Dörte Lyssewski) und ihr ein bisschen rundlicher, pullovertragender Mann, der Küchengerätehändler Michel (Tilo Nest), wollen aus der Verletzung ihres Sohnes kein großes Drama machen. Sie finden nur, die Kinder "sollten miteinander reden", und so was wie eine Entschuldigung des Täterknaben beim Opfer wünschen sie sich auch: "Wir sind so naiv, an die zivilisierende Kraft der Kultur zu glauben."

Natürlich ist es genau mit dieser Zivilisation nicht weit her (und es gibt schon um die Bewertung des Tathergangs bei der Jungs-Prügelei erste Kriegserklärungen) - auf dieser durchsichtigen und überdeutlich ausgesprochenen Idee beruht das Stück. Die Überraschung der Uraufführung durch den sorgfältigen, psychologisch geradezu detailverrückten (und gerade erst mit dem neuen deutschen Theaterpreis "Faust" ausgezeichneten) Regisseur Jürgen Gosch aber besteht darin, dass sich aus dem scheinbar nichtigen Anlass ein wirklich hochkomischer, böser und abgefeimter Theater-Irrsinn entwickelt; eine Eheschlacht, wie sie ähnlich und wohl bis heute am allerschönsten Edward Albee in "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" gelungen ist. Der Spaß des Publikums basiert in solchen Fällen seit je auf reiner Schadenfreude und gruselseligem Wiedererkennen eigener Beziehungskatastrophen.

Giftiges Versöhnungstreffen

Allerdings arbeitet Yasmina Reza mit den drastischen Mitteln moderner Massenunterhaltung. In "Der Gott des Gemetzels" wird gebrüllt, geknutscht, gesoffen und geschlagen, klar; aber darüber hinaus geht es um einen üblen Pharmaskandal (den Alain vertuschen will), die Misshandlung eines Hamsters - und es wird auf offener Bühne gekotzt. Die Anwaltsgattin Annette (Kirchhoff) spuckt den zum Kaffee gereichten Versöhnungskuchen bald nach Verzehr auf die prachtvollen Bildbände der Gastgeber: weil sie ihren Sohn als Löwenmutter eben mit allen Mitteln verteidigen will, weil sie von ihrem Mann genervt ist und weil die spitzen Schreie der entsetzten Gastgeber ("die kübelt uns die Wohnung voll") sie beim Entleeren ihres Magens anspornen.

Reza wurde vor zwölf Jahren weltberühmt durch das Stück "Kunst". In dem streiten sich drei Männerfreunde um den Wert eines Bildes, auf dem nichts zu sehen ist außer weißer Farbe und ein paar Rillen; das Ganze steigert sich zu einer komischen Zimmerschlacht um menschlichen Respekt und intellektuelle Lebensart an sich. Seither hat die Dramatikerin ein paar Romane ("Adam Haberberg") verfasst und einige nicht ganz so raffinierte Stücke ("Drei Mal Leben"), zuletzt verirrte sie sich brutal ins Hochtrabende: Ihr letztes, vor ein paar Monaten in Berlin gleichfalls von Gosch aufgeführtes Stück hieß lachhafterweise "Im Schlitten Arthur Schopenhauers".

Diesmal aber, in "Gott des Gemetzels", reiht Reza wieder lauter banale Nichtigkeiten aus dem bürgerlichen Alltagsleben aneinander und platziert furiose Running Gags (wenn gar nichts mehr geht, kommt immer der Hamster ins Spiel) und kaltschnäuzig servierte Pointen: "Das Kotzen ist Ihnen aber gut bekommen", kommentiert die Hausherrin.

Johlende Zuschauer - Schauspieler in Topform

Mit großem Geschick dreht Reza die Handlung immer noch eine Windung weiter ins Groteske. Plötzlich verbünden sich die Männer gegen die Frauen, weil sie John Wayne verehren und finden, dass das Prügeln ein alterhergebrachtes Recht aller Elfjährigen sei; dann wieder will der tranige Michel seiner Frau das Schnapstrinken verbieten und ringt mit ihr um die Flasche; wenig später verhöhnt der schurkische Anwalt Alain, den Maertens hier als echt grandioses Arschloch spielt, das Gutmenschentum von Annette, weil sie an einem Buch über den Krieg im Sudan arbeitet: "Ich versteh', das man sagt, auja, da schreib ich mal ein Buch über ein Massaker."

Die Aufführung fängt spröde und fast statuarisch an, nach einer halben Stunde aber laufen die Schauspieler zu großer, slapstickvernarrter Form auf, rutschen durch Kuchenreste und Blumenwasser. Die Bühne von Johannes Schütz ist ein kühl stilisiertes Schickimicki-Wohnzimmer aus grauen Glasflächen, in dem Bücherstapel die einzigen Möbel sind. Die Menschen, die darin bald die verschmutzten Klamotten und die Masken des Anstands fallen lassen, wirken selbst ein wenig wie Versuchstiere im Labor, die irgendein Forscher (oder der von Alain zitierte "Gott des Gemetzels") aufeinander losgelassen hat.

Klatschend, johlend und glucksend zappeln die Premierenzuschauer in ihren Stühlen, weil dem Regisseur Gosch das Kunststück gelingt, all die philosophisch-anthropologische Gepäck, das die Figuren mit sich herumschleppen (von wegen der Mensch sei dem Menschen ein Wolf), plötzlich federleicht aussehen zu lassen. Der Zürcher "Gott des Gemetzels" ist eine heitere Sensation der aktuellen Theatersaison, das Stück aber wird nach diesem Triumph ganz sicher in aller Welt nachgespielt werden. Und überall wird der fiese Alain in sein tropfnasses, total ruiniertes Mobiltelefon hineinwinseln: "Aber das ist doch mein ganzes Leben!"
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Re: Romreise

Beitragvon Tinkerbell » 1. Jun 2008 15:50

Birgit,

das wäre genial, wenn Du das mit dem Text machen könntest !!!

LG TInkerbell
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Re: Romreise

Beitragvon mingi17 » 3. Jun 2008 21:09

Wie wäre es mit einer Caravaggio-Tour in Rom? Da sind ja einige seiner Hauptwerke, und wenn wir wirklich in der Nähe vom Pantheon unterkommen, sind die Sachen nicht weit weg. Nachdem wir alle vom Film so begeistert waren! Klar fehlt die "Hauptsache", aber zumindest könnten wir die Originale mal sehen.
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Re: Romreise

Beitragvon Lucie » 3. Jun 2008 21:33

Wie war das mit dem schönen Stadtführer??? Alessio ist doch wohl Experte in Sachen Caravaggio. Vielleicht erbarmt er sich ja unser....(und bei dieser Führung schlafe ich bestimmt nicht ein!!!)

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Re: Romreise

Beitragvon mingi17 » 3. Jun 2008 21:47

Da mußt Du eh laufen :twisted:
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Re: Romreise

Beitragvon AIl0y7 » 3. Jun 2008 21:53

He, super Idee mit der Caravaggio Tour, kannst Du ihm das nicht schreiben bei Gelegenheit. Vielleicht ist er dann von unserem Interesse so angetan, das er sich spontan als Führer zur Verfügung stellt. :P :P
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