Auf Weihnachten zu

Alles was der Erbauung und Unterhaltung dient.
Tutto che serve alla edificazione ed al divertimento
All concerning edification and entertainment

Moderatoren: honey379, mingi17, Sweety

AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 23218

Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 24. Dez 2010 00:47

Meine Lieben,
Euch allen, die sich an Alessio Boni bzw. an diesem Forum erfreuen , wünsche ich ein schönes und friedliches Weihnachtsfest. Und vergesst bitte nicht, dass Weihnachten ein Fest der Freude ist .

Aus dem Talmud habe ich einige Worte herausgesucht, - die ich Euch mitgeben möchte:


Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.





Aber auch unseren Freunden in der weiten Welt wünsche ich fröhliche Weihnachten!
Buon Natale!
Merry Christmas!
E guëti Wiënachtä!
Geseende Kerfees!
Joyeux Noël!
Wesolych Swiat!
Vesele Vianoce!
Feliz Navidad!
Prejeme Vam Vesele Vanoce!
Pozdrevlyayu s prazdnikom Rozhdestva!
Veseloho Vam Rizdva!
Kellemes Karacsonyiunnepeket!
Linksmu Kaledu!

Eure Sweety
"Wir sind auf Erden, um das Glück zu suchen, nicht um es zu finden." - Sidonie-Gabrielle Colette
Benutzeravatar
Sweety
 
Beiträge: 4544
Registriert: 01.2008
Wohnort: Wien
Geschlecht:

Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 28. Nov 2011 10:19

Freunde, ich kanns nicht lassen und nicht auf das erste Türl am Adventkalender warten, - jetzt mal kurz aus WIKEPEDIA etwas historisches über dieses Ding:

Ein Adventskalender (in Österreich Adventkalender; auch Weihnachtskalender) gehört seit dem 19. Jahrhundert zum christlichen Brauchtum in der Zeit des Advent. Der Kalender ist in verschiedenen Formen und Ausprägungen verbreitet, zeigt jedoch in der Regel die verbleibenden Tage bis Weihnachten an, beziehungsweise zählt diese ab.

Adventskalender sind entweder religiös, oder inhaltlich säkular gehalten. Religiöse Adventskalender umfassen teilweise den ganzen Zeitraum des christlichen Advent, vom ersten Adventssonntag (der gegebenenfalls auch in den November fallen kann) bis Weihnachten, während säkulare Adventskalender zumeist am 1. Dezember beginnen und am 24. Dezember (Heiligabend) enden.

Aus einem deutschen lutherischen Ursprung heraus, gehören Adventskalender heute weltweit in christlich geprägten Ländern zur Vorbereitung auf das weihnachtliche Geburtstagsfest der 2. Person des christlichen Gottes, Jesus Christus. Ebenso ist eine zunehmende allgemein kommerzielle Vermarktung von Adventskalendern, auch in nicht-christlich geprägten Ländern, zu beobachten.

Im deutschsprachigen Raum erhalten insbesondere Kinder einen Adventskalender. Gleichwohl gibt es auch welche, die eher für Erwachsene konzipiert sind. Im Handel weit verbreitet sind Kalender, die mit weihnachtlichen Motiven gestaltet sind und an denen sich kleine Türen öffnen lassen, hinter denen sich Bilder, Sprüche, Süßigkeiten oder andere Überraschungen befinden. Ebenso werden selbst erstellte Kalender verwendet, denen oft ein ähnliches Prinzip zu Grunde liegt.

Diese Adventskalender sollen, ähnlich wie der Adventskranz, die Wartezeit bis zum Weihnachtsfest verkürzen und die Vorfreude steigern.
"Wir sind auf Erden, um das Glück zu suchen, nicht um es zu finden." - Sidonie-Gabrielle Colette
Benutzeravatar
Sweety
 
Beiträge: 4544
Registriert: 01.2008
Wohnort: Wien
Geschlecht:

Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 28. Nov 2011 10:36

Und noch gleich was für die Österreichwerbung: :mrgreen:

http://www.austria.info/at/kunst-kultur ... 12553.html

Und weil ich nicht so bin, - hier auch für Deutschland:
http://www.weihnachtsmarkt-deutschland.de/

und natürlich auch für unsere Schweizer Freunde:
http://www.linker.ch/eigenlink/weihnachtsmarkt.htm
"Wir sind auf Erden, um das Glück zu suchen, nicht um es zu finden." - Sidonie-Gabrielle Colette
Benutzeravatar
Sweety
 
Beiträge: 4544
Registriert: 01.2008
Wohnort: Wien
Geschlecht:

Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 1. Dez 2011 15:14

Freunde, - ich kanns einfach nicht lassen, - hier noch ein virtueller Adventkalender aber bitte nicht all zu neugierig sein, - immer nur das Fenster zum jeweiligen Tag öffnen :D :D :D


http://www.synops.at/gasthofdenk/2adv.htm
"Wir sind auf Erden, um das Glück zu suchen, nicht um es zu finden." - Sidonie-Gabrielle Colette
Benutzeravatar
Sweety
 
Beiträge: 4544
Registriert: 01.2008
Wohnort: Wien
Geschlecht:

Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon mingi17 » 2. Dez 2011 10:50

Weihnachten, das Fest der Liebe - da passt doch wunderbar das Gedicht von Erich Fried:

Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Das gibt es übrigens auch auf Italienisch, wär vielleicht was für das nächste Jahr?
Händeringen hält einen nur davon ab, die Ärmel aufzukrempeln.
mingi17
 
Beiträge: 10172
Registriert: 01.2008
Wohnort: nahe MÜNCHEN
Geschlecht:

Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 4. Dez 2011 11:32

Ein Stückchen echte Musik:
http://www.youtube.com/watch?v=skvh-uoeQu4

MISTELN ALS LIEBESZAUBER:

Der Ursprung des Brauchs, dass man unter einem Mistelzweig küssen durfte, wen man - mehr oder weniger zufällig - gerade darunter antraf, ist nicht genau bekannt. Vermutlich stammt er jedoch aus der Zeit der keltischen Winter-Sonnwendfeste. Aus Angst vor unzüchtigem Treiben wurde der weihnachtliche Mistelschmuck in Engald im Mittelalter aus den Kirchen verbannt. Darauf hängten die pfiffigen Inselbewohner die Zweige einfach über der eigenen Haustüre auf. Erst im 2o. Jahrhundert gelangte dieser Brauch auch zu uns und seitdem wird auch hier fleißig geküsst. Hängen Sie den Zweig nicht zu hoch, denn Küssen darf eigentlich nur, wer zuvor eine Beere abgepflückt hat. Sind keine Beeren mehr übrig, ist eigentlich Schluss mit der Küsserei. Das muss man jedoch nicht so streng auslegen oder vorsorgen und entsprechend große Mistelbüsche aufhängen. Für Verliebte gelten übrigens andere Regeln - ihre Verbindung wird durch den leidenschaftlichen Kuss unter dem Mistelzweig nicht nur inniger, sondern auch für immer und ewig besiegelt.

(Leider ist mir der Autor dieses Artikels nicht bekannt, er stammt jedoch aus "Mein schönes Land" Ausgabe November/Dezember 2o11)
"Wir sind auf Erden, um das Glück zu suchen, nicht um es zu finden." - Sidonie-Gabrielle Colette
Benutzeravatar
Sweety
 
Beiträge: 4544
Registriert: 01.2008
Wohnort: Wien
Geschlecht:

Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon mingi17 » 11. Dez 2011 11:34

Der alte Hiflinger

Beim alten Hiflinger, pensionierter Postbeamter in Rosenheim, hat sich's Christkindl des Jahr b`sonders reichlich´eing`stellt. Die sechs Kinder vom Hiflinger waren schon lang aus dem Haus und über ganz Deutschland verstraht. Mit´m Bsuacha hat's des Jahr net klappt, aber sie ham ihn nicht vergessen, den Vatta, und alle ham`s ein schönes Geschenk g´schickt.

Von der Lotte, de wo in Freiburg verheirat is und für die Antike schwärmt, hat er eine sehr schöne Nachbildung der Venus von Milo kriegt. A bißl nackert war's halt.
Aus Lüneburg vom Xaverl – na ja, jetzt hoaßt er Franz, weil Xaverl ko sei Frau net sagen, de is nämlich von da droben – ist ein Familienfoto kumma, er und sie und de Kinder – der Jens, der Uwe, und de kloane Heike in am scheena Suiberrahma.
`S Roserl, was immer recht praktisch war, hat eahm aus Viechtach drei Paar scheene warme Unterhosen g`schickt, und aus München vom Toni ist eine Originalradierung " Heilige Affen " kumma.
Da Jupp aus Köln – na ja, früher hot er halt Beppi g`hoaßen – hat am Vatta scheene warme Handschuah g`schickt, und am Heiligen Abend is no a groß`Packerl vom Peter aus Oldenburg kemma, da war a elektrische Heizdecken drinna.

Am ersten Weihnachtsfeiertag setzt si da Hiflinger aa glei hi, um sich für die schönen Geschenke zu bedanken. Weil er als alter Beamter glernt hat, dass man schnell, umsichtig und rationell arbatn muaß, hat er erst alle Umschläg gschriebn, hintereinanda weg und glei de Briafmarken aufepappt, und dann hat er si drübergmacht und für jeden a freindlichs Dankesbriaferl gschriebn. Bevor er aba no dazuakemma is, de Briaf alle in de Umschläg z`doa, is sei Spezel, da Gschwendtner Max kumma. Der war früha bei da Polizei, is aba aa schon pensioniert. " Geh weida", hat er gsogt, "des konnst morgen aa no macha. Jetzt über d`Feiertag wird de Post do net befördert, des müassatst du als alter Postler wissen, do reißt se doch koana an Haxn aus. Geh weita, geh ma zum Oberbräu, da lafft heit a zünftiger Schafkopf".
Na ja, da Hiflinger hat des eigsehng und is mitganga. Es is a recht lustiger Abend wordn, und es war scho a wengerl spaat, wiara wieda hoamkemma is. Er wollt erst glei ins Bett, aba dann hat er de Briaf und de Umschläg liegn sehn, und weil er no so aufkratzt war von dem zünftigen Abend, hat er as Radio ogmacht, a Musi ghört, hot no a Halbe drunga und de Briaferl in de Kuvert neido. Bloß hot er dabei a bißl was durchanandabracht.

So hat de Lotte in Flensburg, de mit dem Antik-Tick und der Venus ganz erstaunt glesn: "Liebes Kind, vielen dank für Dein schönes Weihnachtsgeschenk. Ich hab sie gleich mit ins Bett genommen, und sie hat mir die ganze Nacht warm gemacht. Sowas hab ich mir immer schon gewünscht."
Da Peter in Oldenburg dagegen, der die Heizdecken g`schickt g´habt hat, hat sich net weniger g´wundert, wiara do glesen hot: " Deiner kostbaren Weihnachtsgabe habe ich einen Ehrenplatz im Glaskasten eingeräumt, und sie wird allgemein bestaunt."
Aber auch das Roserl, was de drei warmen Unterhosen g`schickt hat, is a bißerl blaß wordn, wia´s gles´n hat: " Ich hab sie gleich angezogen und mich heut abend damit beim Oberbräu gezeigt. Sie sind allgemein bewundert worden, besonders von der neuen Kassiererin. Hoffentlich verlier ich sie nicht gleich."
In Köln, wo de warmen Handschuah her war`n, hat der Sepp – alias Jupp – genauso verwundert g´lesn: " Da hast Du mir wirklich eine große Freude gemacht, und sie passen so gut, auch um den Bauch und um den Hintern herum."
Aber erst Der Toni in München, der die Radierung "Heilige Affen" g´schickt hat, der hat vielleicht g´schaugt, wiara g´lesn hot: " Ihr seid wirklich alle sehr getroffen. Das Bild häng ich immer im Wohnzimmer auf, damit ich Eure lieben Gesichter immer vor mir habe."
N ja, und der Franz Xaverl in Lüneburg, der das Familienfoto übersandt hat, der hat glei a paar kernige bayrische Flüach loslassen, von dene er gar net g´wußt hat, dass er s´no ko. Schreibt doch da der Vatta. "So ausdrucksvolle Affengesichter hab ich wirklich lang nicht mehr gesehen. Da kann man sich richtig vorstellen, dass der Mensch vom Affen abstammt."

"Müaß ma doch amoi nach eahm schaug´n", ham´s gsogt, de Kinder, "es scheint, er wird a bißl wunderli, unser Vatta."
Händeringen hält einen nur davon ab, die Ärmel aufzukrempeln.
mingi17
 
Beiträge: 10172
Registriert: 01.2008
Wohnort: nahe MÜNCHEN
Geschlecht:

Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon mingi17 » 11. Dez 2011 21:08

Unnützes Wissen
In Katalonien wünscht man sich zum Weihnachtsessen: "Menja bé, caga fort i no tinguis por a la mort!" - "Iss gut, scheiss kräftig und fürchte dich nicht vor dem Tod!" :mrgreen: :mrgreen:
Händeringen hält einen nur davon ab, die Ärmel aufzukrempeln.
mingi17
 
Beiträge: 10172
Registriert: 01.2008
Wohnort: nahe MÜNCHEN
Geschlecht:

Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 12. Dez 2011 15:28

Es schneit

8. Dezember 18:00
Es hat angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr. Meine Frau und ich haben unsere Cocktails genommen und stundenlang am Fenster gesessen und zugesehen wie riesige, weiße Flocken vom Himmel herunter schweben. Es sah aus wie im Märchen. So romantisch - wir fühlten uns wie frisch verheiratet. Ich liebe Schnee.

9. Dezember
Als wir wach wurden, hatte eine riesige, wunderschöne Decke aus weißem Schnee jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt. Was für ein phantastischer Anblick! Kann es einen schöneren Platz auf der Welt geben? Hierher zu ziehen war die beste Idee, die ich je in meinem Leben hatte. Habe zum ersten Mal seit Jahren wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich wieder wie ein kleiner Junge. Habe die Einfahrt und den Bürgersteig freigeschaufelt. Heute Nachmittag kam der Schneepflug vorbei und hat den Bürgersteig und die Einfahrt wieder zugeschoben, also holte ich die Schaufel wieder raus. Was für ein tolles Leben!

12. Dezember
Die Sonne hat unseren ganzen schönen Schnee geschmolzen. Was für eine Enttäuschung. Mein Nachbar sagt, daß ich mir keine Sorgen machen soll, wir werden definitiv eine weiße Weihnacht haben. Kein Schnee zu Weihnachten wäre schrecklich! Bob sagt, daß wir bis zum Jahresende so viel Schnee haben werden, daß ich nie wieder Schnee sehen will. Ich glaube nicht, daß das möglich ist. Bob ist sehr nett - ich bin froh, daß er unser Nachbar ist.

14. Dezember
Schnee, wundervoller Schnee! 30 cm letzte Nacht. Die Temperatur ist auf -20 Grad gesunken. Die Kälte läßt alles glitzern. Der Wind nahm mir den Atem, aber ich habe mich beim Schaufeln aufgewärmt. Das ist das Leben! Der Schneepflug kam heute Nachmittag zurück und hat wieder alles zugeschoben. Mir war nicht klar, daß ich soviel würde schaufeln müssen, aber so komme ich wieder in Form. Wünschte ich würde nicht so Pusten und Schnaufen.

15. Dezember
60 cm Vorhersage. Habe meinen Kombi verscheuert und einen Jeep gekauft. Und Winterreifen für das Auto meiner Frau und zwei Extra-Schaufeln. Habe den Kühlschrank aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen, falls der Strom ausfällt. Das ist lächerlich - schließlich sind wir nicht in Alaska.

16. Dezember
Eissturm heute Morgen. Bin in der Einfahrt auf den Arsch gefallen, als ich Salz streuen wollte. Tut höllisch weh. Meine Frau hat eine Stunde gelacht. Das finde ich ziemlich grausam.

17. Dezember
Immer noch weit unter Null. Die Straßen sind zu vereist, um irgendwohin zu kommen. Der Strom war fünf Stunden weg. mußte mich in Decken wickeln, um nicht zu erfrieren. Kein Fernseher. Nichts zu tun als meine Frau anzustarren und zu versuchen, sie zu irritieren. Glaube wir hätten einen Holzofen kaufen sollen, würde das aber nie zugeben. Ich hasse es, wenn sie recht hat! Ich hasse es, in meinen eigenen Wohnzimmer zu erfrieren!

20. Dezember
Der Strom ist wieder da, aber noch mal 40 cm von dem verdammten Zeug letzte Nacht! Noch mehr schaufeln. Hat den ganzen Tag gedauert. Der beschissene Schneepflug kam zweimal vorbei. Habe versucht eines der Nachbarskinder zum Schaufeln zu überreden. Aber die sagen, sie hätten keine Zeit, weil sie Hockey spielen müssen. Ich glaube, daß die lügen. Wollte eine Schneefräse im Baumarkt kaufen. Die hatten keine mehr. Kriegen erst im März wieder welche rein. Ich glaube, daß die lügen. Bob sagt, daß ich schaufeln muß oder die Stadt macht es und schickt mir die Rechnung. Ich glaube, daß er lügt.

22. Dezember
Bob hatte recht mit weißer Weihnacht, weil heute Nacht noch mal 30 cm von dem weißen Zeug gefallen ist und es ist so kalt, daß es bis August nicht schmelzen wird. Es hat 45 Minuten gedauert, bis ich fertig angezogen war zum Schaufeln und dann mußte ich pinkeln. Als ich mich schließlich ausgezogen, gepinkelt und wieder angezogen hatte, war ich zu müde zum Schaufeln. Habe versucht für den Rest des Winters Bob anzuheuern, der eine Schneefräse an seinem Lastwagen hat, aber er sagt, daß er zu viel zu tun hat. Ich glaube, daß der Wichser lügt.

23. Dezember
Nur 10 cm Schnee heute. Und es hat sich auf 0 Grad erwärmt. Meine Frau wollte, daß ich heute das Haus dekoriere. Ist die bekloppt? Ich habe keine Zeit - ich muß SCHAUFELN!!! Warum hat sie es mir nicht schon vor einem Monat gesagt? Sie sagt, Sie hat, aber ich glaube, daß sie lügt.

24. Dezember
20 Zentimeter. Der Schnee ist vom Schneepflug so fest zusammengeschoben, daß ich die Schaufel abgebrochen habe. Dachte ich kriege einen Herzanfall. Falls ich jemals den Arsch kriege, der den Schneepflug fährt, ziehe ich ihn an seinen Eiern durch den Schnee. Ich weiß genau, daß er sich hinter der Ecke versteckt und wartet bis ich mit dem Schaufeln fertig bin. Und dann kommt er mit 150km/h die Straße runtergerast und wirft tonnenweise Schnee auf die Stelle, wo ich gerade war. Heute Nacht wollte meine Frau mit mir Weihnachtslieder singen und Geschenke auspacken, aber ich hatte keine Zeit. mußte nach dem Schneepflug Ausschau halten.

25. Dezember
Frohe Weihnachten. 60 Zentimeter mehr von der weißen Kacke. Eingeschneit. Der Gedanke an Schneeschaufeln läßt mein Blut kochen. Gott, ich hasse Schnee! Dann kam der Schneepflugfahrer vorbei und hat nach einer Spende gefragt. Ich hab ihm meine Schaufel über den Kopf gezogen. Meine Frau sagt, daß ich schlechte Manieren habe. Ich glaube, daß sie eine Idiotin ist. Wenn ich mir noch einmal Wolfgang Petry anhören muß, werde ich sie umbringen.

26. Dezember
Immer noch eingeschneit. Warum um alles in der Welt sind wir hierher gezogen? Es war alles IHRE Idee. Sie geht mir echt auf die Nerven.

27. Dezember
Die Temperatur ist auf -30 Grad gefallen und die Wasserrohre sind eingefroren.

28. Dezember
Es hat sich auf -5 Grad erwärmt. Immer noch eingeschneit. DIE ALTE MACHT MICH VERRÜCKT!!!

29. Dezember
Noch mal 30 Zentimeter. Bob sagt, daß ich das Dach freischaufeln muß, oder es wird einstürzen. Das ist das Dämlichste was ich je gehört habe. Für wie blöd hält der mich eigentlich?

30. Dezember
Das Dach ist eingestürzt. Der Schneepflugfahrer verklagt mich auf 200.000 öS Schmerzensgeld. Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren. 25 Zentimeter vorhergesagt.

31. Dezember
Habe den Rest vom Haus in Brand gesteckt. Nie mehr Schaufeln!

8. Januar
Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben. Aber warum bin ich an das Bett gefesselt?
"Wir sind auf Erden, um das Glück zu suchen, nicht um es zu finden." - Sidonie-Gabrielle Colette
Benutzeravatar
Sweety
 
Beiträge: 4544
Registriert: 01.2008
Wohnort: Wien
Geschlecht:

Re: Auf Weihnachten zu

Beitragvon Sweety » 20. Dez 2011 13:58

Weihnachten. Es klingelt an einer deutschen Wohnungstür.
Vor der Tür steht ein Mann vom Ausländerhilfswerk:
„Gute Frau, es ist Weihnachten, das Fest der Liebe und Zuneigung.
Was halten Sie davon, dieses Weihnachtsfest einen Asylanten zu sich zu nehmen?“
- „Na schön! Aber nächstes Jahr nehmen wir wieder einen Truthahn!“
[/color][/size]
"Wir sind auf Erden, um das Glück zu suchen, nicht um es zu finden." - Sidonie-Gabrielle Colette
Benutzeravatar
Sweety
 
Beiträge: 4544
Registriert: 01.2008
Wohnort: Wien
Geschlecht:

VorherigeNächste

Zurück zu "Unterhaltung - Divertimento - Entertainment"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast